Einigung mit Medienkonzern

Ex-Playmate darf Schweigen über angebliche Trump-Affäre brechen - und kündigt Titelstory an

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Das Ex-Playmate Karen McDougal darf mit einer angeblichen Affäre mit Trump an die Öffentlichkeit gehen.

Karen McDougal hatte die Exklusivrechte für ihre Geschichte über eine Affäre mit Trump an eine Zeitung verkauft. Diese veröffentlichte die Story aber nie - um Trump zu schützen. 

Das ehemalige "Playboy"-Model Karen McDougal darf nun mit einer angeblichen Affäre mit US-Präsident Donald Trump an die Öffentlichkeit gehen. Die 47-Jährige erzielte am Mittwoch eine Einigung mit dem Medienunternehmen American Media Inc. (AMI), das 2016 die Exklusivrechte an McDougals Geschichte erworben hatte, diese aber nie veröffentlichte.

Ein Sprecher des Medienunternehmens erklärte, McDougal sei von ihrer Schweigepflicht entbunden worden. Zugleich werde sie im September auf der Titelseite des Magazins "Men's Journal" erscheinen, dazu werde es einen längeren Artikel über sie geben. McDougal zeigte sich "erleichtert", dass sie nun "die Wahrheit über ihre Geschichte erzählen" könne, wenn sie gefragt werde. Sie freue sich auf eine Rückkehr ins Privatleben, erklärte sie.

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Anwälte des ehemaligen "Playmates" hatten im März Klage gegen das Mutterhaus des Skandalblatts "National Enquirer" eingereicht. Sie führten ins Feld, ihre Mandantin sei in die Irre geführt worden, als AMI während des Wahlkampfs 2016 für 150.000 Dollar (nach heutigem Wert: 122.500 Euro) die Exklusivrechte an McDougals Geschichte kaufte. Demnach hatte das Unternehmen nie vor, die Geschichte zu veröffentlichen.

Zum Schutz Trumps wollte das Blatt die Geschichte nicht bringen

Laut der Zeitung "New York Times" konsultierte Trumps Anwalt Michael Cohen den Chef von AMI, David Pecker, wegen der Aussagen McDougals. Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Zeugen berichtete die Zeitung, Pecker und der "National Enquirer" hätten beschlossen, die Geschichte zum Schutz Trumps nicht zu veröffentlichen. Trump, ein Freund Peckers, hat eine Affäre mit McDougal dementiert.

Eines der Hauptargumente McDougals in der Klage lautete, dass sie die Vereinbarung so verstanden habe, AMI würde ihre Laufbahn als Gesundheits- und Fitnessexpertin mit einer Serie von Publikationen vorantreiben. Dies sei dann aber nicht geschehen. Sie habe erst später festgestellt, dass der Deal dem Unternehmen lediglich das "Recht" zu solchen Publikationen gebe, AMI aber nicht dazu verpflichte.

Die neue Einigung sieht vor, dass McDougal zehn Prozent oder maximal 75.000 Dollar der Einnahmen durch den Verkauf ihrer Geschichte an andere Medien an AMI abtritt.

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Zum Zeitpunkt der angeblichen Affäre war Trump verheiratet

Die Affäre mit Trump soll McDougal zufolge in den Jahren 2006 und 2007 zehn Monate gedauert haben. In denselben Zeitraum fällt eine angebliche andere Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels. Trump war damals bereits mit seiner dritten Ehefrau und der heutigen First Lady Melania verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn Barron war wenige Monate alt.

afp  

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