Ex-Serbenführer

Karadzic legt Berufung gegen Urteil ein

+
Radovan Karadzic wurde zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt.

Den Haag - Der Prozess gegen den ehemaligen Serbenführer Radovan Karadzic ist mit dem Urteilspruch vom März nicht beendet. Sowohl Karadzic als auch die Anklage legten Berufung ein. 

Der ehemalige Serbenführer Radovan Karadzic hat Berufung gegen seine Verurteilung zu 40 Jahren Gefängnis eingelegt. Auch die Anklage legte Berufung ein, teilte das UN-Kriegsverbrechertribunal am Freitag in Den Haag mit. Das Tribunal hatte Karadzic im März für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 schuldig gesprochen. Er war unter anderem für den Völkermord in Srebrenica verurteilt worden. In der UN-Schutzzone hatten serbische Einheiten im Juli 1995 rund 8000 bosnische Muslime ermordet.

Chefankläger will lebenslange Haft erreichen

Karadzic erklärte, dass er keinen ehrlichen Prozess bekommen habe. Er hatte bereits nach dem Urteil die Berufung angekündigt. Chefankläger Serge Brammertz will im Berufungsverfahren eine lebenslange Haftstrafe gegen den Angeklagten erreichen.

Der 71 Jahre alte Karadzic war 2008 festgenommen und an das Tribunal ausgeliefert worden.

dpa

Meistgelesene Artikel

Demo, Trump und Syrien: Hier gibt‘s den Siko-Ticker zum Nachlesen

München - Tag drei der Siko: Am Sonntag standen als Hauptthemen der Syrien-Konflikt, das Atomabkommen mit dem Iran und die US-Außenpolitik auf der …
Demo, Trump und Syrien: Hier gibt‘s den Siko-Ticker zum Nachlesen

U-Ausschuss: Merkel will an Geheimdienst-Kooperation mit USA …

Berlin - Nach knapp drei Jahren und weit mehr als 100 Sitzungen beendet der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags seine Beweisaufnahme. …
U-Ausschuss: Merkel will an Geheimdienst-Kooperation mit USA festhalten

Bericht: Trumps Team kungelte mit russischem Geheimdienst

New York - Führende Mitarbeiter des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump hatten einem Bericht der "New York Times" zufolge Kontakte zu …
Bericht: Trumps Team kungelte mit russischem Geheimdienst

Kommentare