Hauchdünner Wahlsieg

Ex-Wallstreet-Banker wird Präsident von Peru

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Pedro Pablo Kuczynski.

Lima - Mit hauchdünnem Vorsprung hat der ehemalige Wallstreet-Banker Pedro Pablo Kuczynski die Präsidentenwahl in Peru für sich entschieden.

Nach Auszählung aller Stimmen kam der 77-Jährige auf 50,12 Prozent, seine Kontrahentin Keiko Fujimori erreichte einen Stimmenanteil von 49,88 Prozent, wie die Wahlbehörde am Donnerstag mitteilte. Der Sieger der Stichwahl werde offiziell aber erst verkündet, wenn Einsprüche gegen 0,2 Prozent der Wahlzettel überprüft worden seien.

"Es gibt viel zu tun. Es ist noch nicht ganz offiziell, aber wir sind kurz davor", sagte Kuczynski vor seinem Haus in Lima, nachdem die Wahlbehörde das Ergebnis bekannt gegeben hatte. Auf seinem Twitter-Konto schrieb er "Danke Peru! Es ist Zeit, für die Zukunft unseres Landes zusammenzuarbeiten." Kuczynski gilt als rechtsliberal. Er hatte im Wahlkampf auf seine Erfahrungen als ehemaliger Banker, Minister und kurzfristiger Regierungschef verwiesen.

Seine Rivalin Fujimori äußerte sich zunächst nicht. Sie war als Favoritin in die Stichwahl am vergangenen Sonntag gegangen, nachdem sie die erste Wahlrunde am 10. April mit 40 Prozent der Stimmen klar für sich entschieden hatte. Kuczynski erreichte damals 21 Prozent.

Kritiker warnten davor, dass sie - einmal an der Macht - den autoritären Regierungsstil ihres Vaters, des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, übernehmen könnte. Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte, verbüßt wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine 25-jährige Haftstrafe.

Bei der Stichwahl am Sonntag ging es um die Nachfolge des Linksnationalisten Ollanta Humala. Das neue Staatsoberhaupt soll sein Amt am 28. Juli antreten.

AFP

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