Fast 400 000 noch nicht entschiedene Asylanträge

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400 000 unerledigten Asylanträge stapeln sich inzwischen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Berlin (dpa) - Die Zahl der unerledigten Asylanträge in Deutschland hat fast 400 000 erreicht. Ende Februar waren es 393 155, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte.

Trotz einer starken Personalaufstockung beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist die Zahl der offenen Verfahren in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen.

Allerdings steigerte die Behörde zuletzt deutlich die Zahl ihrer Asyl-Entscheidungen: In den ersten beiden Monaten des Jahres traf das BAMF den Angaben zufolge gut 100 000 Entscheidungen über Asylanträge. "Das sind mehr als in den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 zusammen", sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU). "Wir sind noch nicht am Ende des Weges, aber wir sind ein gutes Stück vorangekommen."

Die Asyl-Behörde ist seit vielen Monaten überlastet durch die große Zahl an Flüchtlingen in Deutschland. Im Februar wurden 61 428 Asylsuchende neu registriert. Im Januar waren es mehr als 90 000 gewesen. Die meisten Schutzsuchenden kamen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

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