FDP: Kinder-Grundeinkommen statt Elterngeld

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Die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages, Sibylle Laurischk

Saarbrücken - Im Streit um die Abschaffung des Elterngeldes kommt aus der FDP nun der Vorschlag, stattdessen ein Kinder-Grundeinkommen einzuführen. Wie das aussehen soll:

Die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages, Sibylle Laurischk (FDP), sagte der “Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe): “Es würde Elterngeld, Kindergeld, das Ehegatten-Splitting sowie alle weiteren Kinderzuschläge ersetzen.“

Mit einem Kinder-Grundeinkommen stehe jedem Kind ein bestimmter Betrag zu. “Eltern und vor allem Alleinerziehende, die kein eigenes Einkommen haben, können damit das, was ein Kind braucht, finanzieren.“ Zur möglichen Höhe wollte sich Laurischk noch nicht äußern.

Zugleich betonte die FDP-Politikerin, das Elterngeld löse nicht das Problem der besseren Förderung von Kindern entsprechend ihrer Fähigkeiten. Es sei auch “eine aus Steuermitteln finanzierte Sozialleistung, die nichts mit Bedürftigkeit zu tun hat und einen großen Posten im Bundeshaushalt einnimmt“. Selbst das frühere Erziehungsgeld habe den Vorteil gehabt, dass es vor allem den Menschen zugutegekommen sei, “die es gebraucht haben“.

CSU-Familienexpertin Bär hält an Elterngeld fest

Die familienpolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär (CSU), hat die FDP-Forderung nach Abschaffung des Elterngeldes zurückgewiesen. An dem Erfolgsmodell Elterngeld werde nicht gerüttelt, sagte sie am Dienstag im Deutschlandfunk. “Wir wollten, dass es mehr finanzielle Gerechtigkeit gibt.“

dapd

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