Politiker fordern Deutschpflicht auf Pausenhöfen

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Berlin - Im Streit um eine bessere Integration von Ausländern regt die FDP eine Deutschpflicht auf Schulhöfen an. "An manchen Schulen sind Deutsche inzwischen die Minderheit."

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte der “Bild“-Zeitung: “An manchen Schulen sind Deutsche inzwischen die Minderheit. Es hilft der Integration, wenn dort Deutsch nicht nur im Unterricht gesprochen wird, sondern auch auf dem Pausenhof.“

Lindner verwies auf erste Schulen, an denen es entsprechende Vereinbarungen zwischen Lehrern, Eltern und Schülern gebe. “Das ist ein gutes Beispiel für andere“, sagte der FDP-Generalsekretär.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU) schloss sich der Forderung an. “Vor einem Jahr hat diese Diskussion noch einen Aufschrei hervorgerufen. Heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Deutsch muss verpflichtende Schulsprache sein“, sagte Böhmer der Zeitung “Die Welt“.

Böhmer wandte sich zugleich gegen den Vorschlag des Deutschen Philologenverbands, Schüler mit Migrationshintergrund gleichmäßig auf unterschiedliche Schulen zu verteilen. Der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger hatte am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd dafür plädiert, die Quote von Migrantenkindern in einer Klasse zu begrenzen. Hintergrund der Diskussion sind jüngste Klagen über “Deutschenfeindlichkeit“ an Schulen.

dapd

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