Waffenruhe in Kraft getreten

Feuerpause in Syrien scheint zu halten

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Vor der Kulisse von bei einem Luftangriff zerstörten Autos blickt ein syrisches Kind prüfend in Richtung Himmel.

Damaskus - Lange haben die Menschen in Syrien auf etwas Erholung von der Gewalt gewartet. Seit Montagabend schweigen die Waffen. Doch die Kampfpause ist fragil.

Die für Syrien ausgehandelte Feuerpause scheint in der ersten Nacht weitgehend gehalten zu haben. Aktivisten und Beobachter meldeten bis zum Dienstagmorgen zunächst keine Verstöße der von den USA und Russland vereinbarten Waffenruhe.

Nach deren Beginn am Montagabend sei es in großen Teilen des Landes ruhig geblieben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Kampfflugzeuge verschwinden

Mit Beginn der Feuerpause zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs seien auch die Kampfflugzeuge aus dem Himmel über der besonders umkämpften nordsyrischen Metropole Aleppo verschwunden, sagte ein Sprecher der lokalen Hilfsorganisation Weißhelme.

Die Beobachtungsstelle berichtete in der Nacht aber auch von vereinzelten Gefechten. Regimekräfte hätten Rebellengebiete in der nordwestlichen Provinz Idlib beschossen. In der Stadt Kuneitra an der Grenze zu Israel habe es anhaltende Schusswechsel zwischen Regierungseinheiten und Aufständischen gegeben.

Die von Russland und den USA ausgehandelte Feuerpause soll für alle Kräfte gelten, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist explizit von der Vereinbarung ausgenommen.

Assad: Vergeltung für Verletzung der Waffenruhe

Die Armee von Machthaber Baschar al-Assad kündigte an, die Kämpfe gegen Rebellen zunächst sieben Tage einstellen zu wollen. Man behalte sich jedoch das Recht vor, Vergeltung für jegliche Verletzung der Waffenruhe von anderer Seite zu üben, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Montag unter Berufung auf die Militärführung.

Die moderate Opposition in Syrien hatte die Feuerpause begrüßt, aber "Garantien" dafür gefordert, dass sich die syrischen Truppen an die Absprachen halten. Sie befürchtet, das Regime könnte die Feuerpause nutzen, um Gebiete zurückzuerobern.

Hält die Waffenruhe für sieben Tage, wollen die USA und Russland nach eigenen Angaben gemeinsam militärisch gegen Terrorgruppen in Syrien vorgehen. Die Feuerpause ist Voraussetzung dafür, dass Millionen Menschen in belagerten und umkämpften Gebieten wie etwa Aleppo humanitäre Hilfe erhalten.

dpa

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