Gabriel sieht deutliches Signal

Ude: "Für die SPD geht es wieder aufwärts"

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Christian Ude war enttäuscht vom Ergebnis, sieht aber die SPD im Aufwärtstrend.

München/Berlin - Obwohl die CSU sehr wahrscheinlich die Alleinregierung in Bayern hat, sieht SPD-Landesvorsitzender Florian Pronold auch positive Aspekte für seine Partei.

Der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold sieht im bayerischen Wahlergebnis auch positive Aspekte für seine Partei. Die SPD habe zum ersten Mal seit 1994 zulegen können, und sie habe als einzige Oppositionspartei zulegen können. Das sei Rückenwind für die Bundestagswahl. Aber die absolute Mehrheit für die CSU sei eine klare Sache: „Da beißt die Maus kein' Faden ab - das ist ein Erfolg für die CSU“, sagte Pronold am Sonntag im ZDF.

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„Ich bin nicht zufrieden“, sagte er am Sonntagabend in der ARD. Erfreulich sei allerdings der Zuwachs an Stimmen und Sitzen im Vergleich zur Landtagswahl 2008. Außerdem sei die schwarz-gelbe Koalition abgewählt worden - dies sei bedeutsam für den Blick auf die Bundestagswahl am nächsten Sonntag. Insofern habe er „ein weinendes und ein lachendes Auge“, sagte Pronold.

Jubel und Tränen: Die Landtagswahl in Bildern

Jubel und Tränen: Landtagswahl Bayern in Bildern

Am Sonntag, 15. September, hieß es in Bayern: Landtagswahl 2013 © AFP
Wahlhelfer sortieren am Sonntag in München die Wahlzettel © dpa
Wahlhelfer sortieren in München die Wahlzettel © dpa
CSU-Anhänger jubeln bei der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. © dpa
Auch im Dirndl wird gefeiert © dpa
Parteianhänger der SPD nach der ersten Prognose. © dpa
Jubel bei der SPD © dpa
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher applaudiert © dpa
Parteianhänger der SPD in der Parteizentrale in Berlin. © dpa
Dort hatte man sich in Hinblick auf die Bundestagswahl am 22. September offenbar mehr erhofft © dpa
Berlins SPD-Landeschef Jan Stöß © dpa
Auch die Parteianhänger von Bündnis 90/Die Grünen sind nicht zufrieden. © dpa
Sie hatten sich mehr erhofft. © dpa
CDU-Anhänger reagieren im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin auf die ersten Hochrechnungen der Grünen. © dpa
Die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Theresa Schopper (l). © dpa
Lange Gesichter bei der FDP: Die bayerische Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (l) und der Spitzenkandidat Martin Zeil (r). © dpa
Kein Grund zur Freude bei den FDP-Anhängern © dpa
Auch nicht in der FDP-Parteizentrale in Berlin © dpa
Die Anhänger der Freien Wähler starren auf einen Monitor mit den ersten Hochrechnungen © dpa
Die Freien Wähler nach der Bekanntgabe der Ergebnisse © dpa
Die Piraten jubeln © dpa
Ließ sich in der Staatskanzlei feiern: Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer © dpa
"Das ist ein großartiger Wahlerfolg! Jeder zweite Bayer hat uns gewählt!" © dpa
Seehofers Frau Karin nimmt ihren Gatten fest in den Arm © AFP
Auch SPD-Herausforderer Christian Ude ... © dpa
... sprach zu seinen Anhängern. © dpa
"Wir müssen als gute Demokraten dem Wahlsieger gratulieren", so Ude. © dpa
Gute Worte fand der Herausforderer dennoch: "Die Trendwende in Bayern ist geschafft. Es geht wieder aufwärts mit der SPD." © dpa
Christian Ude bekommt Unterstützung von seiner Frau Edith von Welser-Ude © dpa
Zwei SPD-Anhängerinnen umarmen sich © dpa
Die Grüne-Spitzenkandidatin Margarete Bause nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. © dpa
Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 2013, Katrin Göring-Eckardt. © dpa
Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt in der Parteizentrale in Berlin. © dpa
Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer betritt die Bühne © dpa
Horst Seehofer und Christian Ude bei der TV-Debatte © AFP
Horst Seehofer und Christian Ude © AFP
Hinter der Scheibe: Christian Ude © dpa
Geben in der Parteizentrale in Berlin ein Statement zur bayerischen Landtagswahl: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP, l) und FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle. © dpa
Hubert Aiwanger, Spitzenkandidat der Freien Wähler. © dpa
Hat die Wahl in Bayern mit Spannung verfolgt: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. © dpa
SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück (l) und Parteichef Sigmar Gabriel. © dpa

Der SPD-Spitzenkandidat Christian Ude sieht in dem Ergebnis der Landtagswahl in Bayern eine „Trendwende“ für die Sozialdemokraten. Die CSU habe zwar die Wahl gewonnen, aber für die SPD gelte: „Es geht wieder aufwärts“, sagte Ude am Sonntagabend in München. Zum ersten Mal seit längerer Zeit habe die SPD in Bayern wieder Stimmen hinzugewonnen. Dies sei „Anlass zur Freude“.

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht im bayerischen Wahlergebnis ein deutliches Signal der Wähler an die FDP. „Sie haben die Parolen, die Wahllügen der FDP durchschaut und sie aus dem bayerischen Landtag geworfen“, sagte Gabriel am Sonntagabend in Berlin. An die Adresse des FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler sagte Gabriel, dessen Warnungen vor einer rot-rot-grünen Regierung seien grundlos. „Wir werden deshalb mit der Linkspartei keine Bundesregierung bilden und uns deshalb auch nicht tolerieren lassen, weil das eine in sich gespaltene Partei ist. Und die deutsche Sozialdemokratie ist in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Diese Partei hat noch nie Vabanque mit ihrem eigenen Land gespielt.“

Bundestagswahl 2013: Ergebnisse finden Sie hier!

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat das Abschneiden der Bayern-SPD bei der Landtagswahl trotz des klaren Verfehlen eines Regierungswechsels als "gutes Ergebnis" bezeichnet. Die SPD habe als einzige der Oppositionsparteien dazugewonnen, sagte Nahles am Sonntagabend. Zu dem Ausscheiden der FDP aus dem Landesparlament sagte Nahles: "Das Modell Schwarz-Gelb scheint nicht mehr das Vertrauen der Bürger zu haben."

Mit Blick auf die Bundestagswahl in einer Woche zeigte sich Nahles zuversichtlich, dass SPD und Grüne in den letzten Tagen noch zulegen könnten. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude verbesserte sich in Bayern von 18,6 Prozent im Jahr 2008 den Prognosen von ARD und ZDF zufolge auf 20,5 bis 21 Prozent.

Grünen-Chefin Claudia Roth zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis in Bayern. Es habe "nur ganz wenig Wechselstimmung" im Freistaat gegeben. Ihre Partei wolle in den letzten Tagen bis zur Bundestagswahl ihre Kernthemen wie die Energiewende noch einmal deutlich machen. Die Grünen verschlechterten sich nach 9,4 Prozent im Jahr 2008 den Prognosen zufolge um etwa einen Prozentpunkt.

AFP/dpa

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