Nachfolgerin steht parat

Pronold will Vorsitz der Bayern-SPD abgeben

Außerordentlicher Landesparteitag der bayerischen SPD
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Außerordentlicher Landesparteitag der bayerischen SPD

München - Aktuelle Umfragen hatten die Bayern-SPD im Umfrage-Keller gesehen. Nun tritt Landeschef Pronold ab - betont aber, diesen Schritt habe er schon vor zwei Jahren erwogen. Er präsentiert auch gleich seine Wunsch-Nachfolgerin, auch für die Landtags-Spitzenkandidatur.

Bayern-SPD-Chef Florian Pronold will seinen Posten abgeben - und hat Generalsekretärin Natascha Kohnen als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. Kohnen solle nach seinem Willen auch Spitzenkandidatin für die Landtagswahl werden, sagte Pronold am Freitag in München.

Konkret bedeutet dies, dass sich Pronold auf dem nächsten Landesparteitag im Mai nicht mehr zur Wiederwahl stellen und stattdessen Kohnen ins Rennen schicken wird. Die Frage der Spitzenkandidatur für die Landtagswahl solle aber erst nach der Bundestagswahl endgültig geklärt werden, betonte er.

Pronold betonte, er habe bereits vor zwei Jahren mit Kohnen darüber gesprochen, den Landesvorsitz an sie abzugeben. Kohnen sei „eine große Sympathieträgerin“ und wäre die „ideale Spitzenkandidatin für die nächste Landtagswahl“. Eine Spitzenkandidatur könne sie aber nicht aus dem Amt der Generalsekretärin heraus anstreben, sondern nur als Vorsitzende.

Die SPD war in einer Umfrage zuletzt auf nur noch 14 Prozent abgestürzt. Seitdem war intern diskutiert worden, ob Pronold noch der richtige Landesvorsitzende ist. Pronold präsentierte aber nun eine eigene Umfrage, die die Bayern-SPD nach der Kür von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidatenin Auftrag gegeben hatte. Demnach würde die Bayern-SPD, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, in Bayern auf 22 Prozent der Stimmen kommen. Für die Umfrage hatte das Institut „Kantar Public“ 1000 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch befragt.

dpa

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