In der Ägäis

Bei Kontrolle eines Handelsschiffes: Hunderte Menschen in luftdichtem Raum gefunden

In der Ägäis wurden mehrere hundert Migranten an Bord eines Handelsschiffes entdeckt. Sie hätten nicht die erforderlichen Papiere gehabt, so die türkische Küstenwache.

  • Die türkische Küstenwache hat mehrere hundert Migranten in der Ägäis aufgegriffen.
  • 276 Personen ohne die erforderlichen Papiere seien dabei gezählt worden. 
  • Die Migranten kamen aus unterschiedlichen Ländern, darunter Afghanistan, Syrien und Somalia. 

Istanbul - Türkische Einsatzkräfte haben mehrere hundert Migranten auf Booten in der Ägäis aufgegriffen. Bei der Kontrolle eines Handelsschiffes seien 276 Migranten ohne die erforderlichen Papiere entdeckt worden, teilte die türkische Küstenwache am Dienstag mit. Acht Menschen seien festgenommen worden. Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu waren die Menschen in einem luftdichten, tankähnlichen Raum untergebracht. Einige hätten über Atembeschwerden geklagt. Unter ihnen seien Menschen aus Afghanistan, Bangladesch, Syrien, Zentralafrika, Somalia und dem Iran gewesen, davon 59 Kinder.

Anadolu berichtete zudem von drei weiteren Booten mit 65 Menschen, die aufgegriffen und zurück in die Türkei gebracht worden seien. Unter Berufung auf Sicherheitskreise schrieb Anadolu, die griechische Küstenwache habe die Boote zuvor zurück in Richtung der Türkei gedrängt. Menschenrechtler kritisieren Aktionen dieser Art als „Pushback“ (Zurückweisung), die gegen internationales Recht und die EU-Grundrechtecharta verstießen.

Hunderte Migranten in Ägäis aufgegriffen: Meerenge zwischen Griechenland und Türkei wird scharf kontrolliert

Die griechische Regierung hatte in den vergangenen Monaten Hunderte neue Grenzpolizisten eingestellt. Zudem baut sie einen Zaun entlang der Grenze zur Türkei aus. In den Meerengen zwischen den griechischen Inseln und der türkischen Ägäisküste wird scharf kontrolliert

In der Region ist es in der Vergangenheit zu Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei* gekommen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ die Grenze für Flüchtlinge öffnen, um politisch Druck auf die EU auszuüben*.

Um Menschenrechte und Kriegsregionen geht es in einer wichtigen UN-Sitzung des Sicherheitsrats - Annegret Kramp-Karrenbauer übernimmt Leitung. (dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Rubriklistenbild: © AFP / OZAN KOSE

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