Debakel am Flughafen Berlin

Union und FDP gegen Chefaufseher Platzeck

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Matthias Platzeck

Berlin - Das Debakel um den Berliner Flughafen reißt nicht ab. Nun stellen sich Union und FDP gegen die Berufung von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) an die Spitze des Aufsichtsrats.

Der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle (CDU), sagte der „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht, das Problem werde nicht gelöst, wenn Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Aufsichtsratsvorsitz an Platzeck abgebe. „Dies hieße, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben“, sagte Barthle.

Der Vize des Bundestagshaushaltsausschusses, Herbert Frankenhauser (CSU), sagte der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe), Platzeck sei wie Wowereit von Anfang an in dem Kontrollgremium gewesen. „Dass eine Pfeife durch eine stellvertretende Pfeife im Aufsichtsrat ersetzt werden soll, erscheint in Anbetracht der prekären Lage wenig sinnvoll“, sagte Frankenhauser.

FDP-Chefhaushälter Otto Fricke sagte dem Blatt: „Auch Platzeck muss von dem Platz weg.“ Der Haushaltsausschuss dürfe nicht „nach jeder Verschiebung immer wieder Geld für dieses verkorkste Milliardenprojekt freigeben“.

Wer in welchem Bundesland regiert

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Anfang der Woche war der Fertigstellungstermin für das Milliardenprojekt zum vierten Mal verschoben worden - diesmal auf unbestimmte Zeit. Gesellschafter des Flughafens sind Berlin, Brandenburg und der Bund.

dapd

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