Flüssigkeiten an Bord ab 2013 wieder erlaubt

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Ab 2013 werden die Vorschriften für Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen wieder gelockert

Montreal - Europäische Flugreisende dürfen ab dem Jahr 2013 wieder Flüssigkeiten mit ins Handgepäck nehmen. Die EU-Kommission entschied sich trotz Kritik der USA für die Lockerung.

Bis 2013 sollen alle Flughäfen in Europa über entsprechende Scanner verfügen, die zwischen Getränken beziehungsweise Kosmetika sowie Flüssigsprengstoff differenzieren können. Derzeit dürfen Reisende nur Flüssigkeiten bis maximal 100 Millimeter Volumen mit ins Flugzeug nehmen, sie müssen gesammelt in einem durchsichtigen Plastikbeutel bei der Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden.

USA kritisieren EU-Beschluss

Bedenken gegen die Lockerung des Flüssigkeitsverbots haben die USA geäußert. Sie befürchten ein erhöhtes Terrorrisiko. US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano sprach sich gegen die Pläne der EU und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO aus. Es sei zu früh, einen Zeitpunkt für die Aufhebung des Verbots zu nennen, sagte Napolitano am Dienstag am Rande einer ICAO-Konferenz in Montreal. Die US-Flughäfen werden allerdings auch mit den modernen Scannern ausgestattet, die Sprengstoff erkennen können.

Köperscanner: Die zehn wichtigsten Infos

Körperscanner: Die wichtigsten Infos

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Beine breit, Arme hoch! Die ersten Körperscanner sind an deutschen Flughäfen im Einsatz. Hier die zehn wichtigsten Infos für Reisende. 1. Wie funktioniert der Nacktscanner? Der Körper reflektiert oder strahlt Wärmewellen ab, die vom Gerät aufgespürt werden, das dadurch ein Abbild des menschlichen Körperserstellt. Gegenstände am Körper erkennt der Scanner durch sogenannte Wärmeschatten. © dpa
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2. Werden Bilder von meinem Körper gespeichert? Körperbilder werden nicht erzeugt und demzufolge auch nicht ausgewertet. Detektionsdaten werden sofort nach der Kontrolle gelöscht. © dpa
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3. Muss ich mich ausziehen? Nein! Der Körperscanner kann den Fluggast zwar bis zur nackten Haut durchleuchten. Eine Software verhindert diese Darstellung. © dpa
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4. Kann ich mich dagegen wehren, dass das Gerät bei mir eingesetzt wird? Die Körperscanner sind noch Testeinsatz. Sie sind nur an bestimmten Sicherheitstoren aufgestellt. Wer nicht möchte, kann – zumindest jetzt noch – bei einem anderen Securitycheck anstehen. © dpa
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5. Sieht man mich im Körperscanner nackt? Nein. Erkennt das Gerät keine verdächtigen Gegenstände, zeigt der Monitor dem Sicherheitspersonal nur ein „o.k.“ auf dem Bildschirm. Hat es vermeintlich Gefährliches entdeckt wird nicht der tatsächliche Körper abgebildet, sondern eine Figur, die aussieht wie ein Ampelmännchen. Die verdächtigen Stellen sind mit gelben Flaggen gekennzeichnet. © dpa
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6. Kann ich mein Handgepäck mit in den neuen Scanner geben? Nein. Das muss wie bisher auf das Laufband gelegt werden. © dpa
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Laut Angaben des Herstellers werden keine Röntgenoder radioaktiven Strahlen benutzt, sondern Radiowellen, die 10.000 Mal weniger intensiv sein sollen als die von Mobiltelefonen.
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Die neuen Körperscanner arbeiten, laut Angaben der Bundesregierung, mit einer sogenannten Millimeterwellentechnologie und sind für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. © dpa
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft.
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft. © picture alliance / dpa
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten.
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten. © picture alliance / dpa
Köperscanner: Die zehn wichtigsten Infos
10. Wo werden die Scanner eingesetzt? In den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich. In den USA arbeitet man bereits mit rund 200 Geräten auf 51 Flughäfen. Im November 2012 führte Australien an allen internationalen Flughäfen Körperscanner ein. Insgesamt 14 Körperscanner sind derzeit (2015) an sechs deutschen Airports im Einsatz. © dpa

Ein versuchten Anschlag mit Flüssigsprengstoff auf einen Transatlantikflug 2006 hatte das Verbot von Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen ausgelöst. Seitdem dürfen Passagiere nur noch geringe Mengen an flüssigen Stoffen mit ins Handgepäck nehmen.

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