Forscher: Hohe Zustimmung zu Sarrazin-Thesen

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Jeder zweite Bundesbürger stimmt der Aussage von Thilo Sarrazin zu, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe.

Berlin - Jeder zweite Bundesbürger stimmt der Aussage von Thilo Sarrazin zu, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe. Das ergab eine Langzeitstudie zu “Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“.

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Nur 16 Prozent meinten, die muslimische Kultur passe hierher, sagte der Sozialforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld der “Frankfurter Rundschau“ (Freitag). “Das sind sogar weniger als etwa in Ungarn oder den Niederlanden.“ Der Wissenschaftler verwies dabei auf eine Bielefelder Langzeitstudie zu “Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

"Will ich den Muezzin hören, dann reise ich ins Morgenland." © dpa
"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb." © dpa
"In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." © dpa
"Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen." © dpa
"Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden." © dpa
"Fabriken und Dienstleistungen müssen wandern, nicht die Menschen." © dpa
"Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne Wegezoll möglich sein." © dpa
"In den USA bekämen sie keinen müden Cent. Deswegen sind sie auch nicht dort." © dpa
"Ich möchte nicht, dass das Land meiner Urenkel in weiten Teilen muslimisch ist." © dpa
"Die Arbeitsmigration der sechziger Jahre hat eine europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt." © dpa

Zick sieht hinter der “massiven Zustimmung“ zu Sarrazins Aussagen in Internet-Chatrooms einen Tabubruch. In den Online-Kommentaren über Bildungsschwache und sozial Schwache komme “Hass zum Ausdruck“, sagte er. “Soziale Normen wie die, dass alle Menschen gleich viel wert sind, gelten da nicht mehr.“ Deutschland habe zwar “deutliche Integrationsdefizite“ und müsse “die Sprachlosigkeit darüber beenden“. Doch das dürfe nicht zur Neubewertung des Menschen führen.

dpa

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