Demonstrationen, Steuern, Stagnation

Hollande so unbeliebt wie niemand vor ihm

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François Hollande ist seit Mai 2012 Präsident in Frankreich

Paris - Seit mehr als einem Jahr ist François Hollande der Präsident von Frankreich. In dieser Zeit hat er es zum unbeliebtesten Staatsoberhaupt der Republik überhaupt gebracht.

Ständige Steuererhöhungen, brodelnder Volkszorn und zaghafte Regierungsweise: Kein französischer Präsident ist seit Beginn der Fünften Republik 1958 so unbeliebt wie François Hollande. Nach einer Umfrage für die Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ kam der Präsident im November auf nur noch 20 Prozent Zustimmung.

Den bisherigen Negativrekord hielt sein sozialistischer Vorgänger und geistiger Ziehvater François Mitterrand, der im Dezember 1991 auf 22 Prozent gesunken war, schreibt die Zeitung. Nach der Umfrage des Institus Ifop hatten im Oktober noch 23 Prozent der Bürger angegeben, sie seien mit Hollande zufrieden.

Die Bürger befürchten, von der stark angestiegenen Steuerlast erdrückt zu werden. Sie trauen ihrer Regierung nicht mehr zu, das Steuer herumzureißen und die Konjunktur wieder anzukurbeln. Denn Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit wachsen weiter. Der Volkszorn entlud sich zuletzt vor allem in der Bretagne in Proteste gegen Massenentlassungen und die Öko-Maut für Lastwagen. Am Samstag blockierten wegen der Mautpläne wütende Lastwagenfahrer jedoch im ganzen Land Autobahnen und Landstraßen.

dpa

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