Weg frei für Martin Schulz ins Amt des EU-Parlamentspräsidenten

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Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Martin Schulz

Straßburg - Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Martin Schulz, kann Nachfolger von Parlamentspräsident Jerzy Buzek werden.

Seine Fraktion habe den 55-jährigen Schulz einstimmig nominiert, sagte ein Sprecher am Dienstag in Straßburg. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Nach einer langjährigen Absprache mit den Christdemokraten teilen sich die beiden größten Fraktionen die Präsidentschaft innerhalb einer Legislaturperiode für jeweils zweieinhalb Jahre. So unterstützten die Sozialdemokraten die Wahl des konservativen Polen Buzek im Juli 2009. Am 17. Januar 2012 wird sein Nachfolger gewählt. Im Falle seiner Wahl wolle er das Parlament gegenüber den anderen EU-Institutionen stärken, sagte Schulz.

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Der Parlamentspräsident leitet das Präsidium und wichtige Plenarsitzungen und vertritt die europäische Volksvertretung nach außen. Schulz sitzt seit 1994 im Europaparlament und übernahm dort 2004 den Fraktionsvorsitz der europäischen Sozialdemokraten. Der Politiker aus Eschweiler bei Aachen, der Auseinandersetzungen nicht scheut, gilt als eine der Schlüsselfiguren im Europäischen Parlament.

dpa

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