Aus für Rettungsschirm gefordert

Freie Wähler: Mit EU-Kritik in den Bundestag

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Der Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Stephan Werhahn (l) und der Bundesvorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger (r): Werhahn ist Finanzexperte der Freien Wähler und forderte jetzt neue Ansätze zur Lösung der EU-Schuldenkrise.

Berlin - Die Freien Wähler wollen mit einem EU-kritischen Kurs im kommenden Jahr zum ersten Mal in den Bundestag einziehen. Sie fordern neue Lösungen zur Bewältigung der Schuldenkrise.

Die Schuldenkrise werde in der EU-Hauptstadt Brüssel grundlegend falsch angegangen, sagte Spitzenkandidat Stephan Werhahn am Freitag in Berlin bei der Vorstellung des Grundsatzprogramms der Vereinigung. „Es kann nicht sein, dass da irgendeiner aus der Zentrale Geld abschöpft bei dem, der noch Geld hat, und das dann mit dem Füllhorn der sozialen Gerechtigkeit verteilt.“

Werhahn forderte erneut, den milliardenschweren Euro-Rettungspaketen ein Ende zu setzen. Die Europäische Union müsse ein Staatenbund souveräner Staaten sein, in dem „jeder für sich selbst verantwortlich ist“, sagte er mit Blick auf das verschuldete Griechenland. Momentan gebe es in Europa ein Demokratiedefizit.

Als Ziel für die Bundestagswahl im Herbst 2013 nannte Bundeschef Hubert Aiwanger „Fünf Prozent plus X“. In Umfragen landen die Freien Wähler im Bund aktuell bei höchstens zwei Prozent und würden damit klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Im bayerischen Landtag stellen die Freien Wähler 20 Abgeordnete. Spitzenkandidat Werhahn - Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer - war im Juni aus Protest gegen die aktuelle Europapolitik aus der CDU ausgetreten.

dpa

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