Friedrich: Eigene Überwachungssoftware ab Ende 2012

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will bis Ende 2012 eine eigene Überwachungssoftware entwickeln lassen können

Berlin - Innenminister Friedrich (CSU) kündigt an, dass der Bund bis Ende 2012 eigene Programme zur Überwachung von Internet-Telefonaten entwickeln können wird. Auch für die Überwachung bis dahin wurde eine Lösung gefunden.

Der Bund wird frühestens Ende kommenden Jahres eigene Programme zur Überwachung von Internet-Telefonaten entwickeln können. “Ich gehe davon aus, dass es mindestens ein Jahr dauert“, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) im SWR-Interview der Woche. Bei der Entwicklung der Programme komme es immer darauf an, was selbst gemacht werden könne und was hinzugekauft werden müsse. In der Übergangsphase werde weiter Software eingesetzt, die auf dem freien Markt gekauft werden soll, “die aber sehr genau nach ihren Wirkungsweisen und nach dem, was sie kann, untersucht wird“.

Vor einigen Wochen hatte der Chaos Computer Club eine Software entschlüsselt, die zur Überwachung von Internet-Telefongesprächen genutzt wird. Die Experten bemängelten, dass das Überwachungsprogramm nicht nur höchst intime Daten ausspionieren kann, sondern zudem erhebliche Sicherheitslücken aufweist. Friedrich stellte klar, dass Software-Firmen künftig den Bauplan, den sogenannten Quellcode eines Trojaners, offenlegen müssen.

dapd

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