Gabriel: AKW-Überprüfung nicht aussagekräftig

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Berlin - Heute werden die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung deutscher Atomkraftwerke veröffentlicht. Schon im Vorfeld hat der SPD-Chef Sigmar Gabriel an der Untersuchung einiges zu kritisieren.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hält die erwarteten Ergebnisse der Sicherheitsprüfung an den deutschen Kernkraftwerken für nicht aussagekräftig. Der Prüfungszeitraum sei zu kurz, die Kriterien seien veraltet und unzureichend, sagte Gabriel am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin.

Ein Kraftwerk wirklich zu überprüfen dauere bis zu eineinhalb Jahre. Der Reaktorsicherheitskommission hätten lediglich drei Monate zur Verfügung gestanden. Außerdem seien die in seiner Amtszeit als Bundesumweltminister neu entwickelten Kriterien zur Sicherheitsüberprüfung unter Schwarz-Gelb außer Kraft gesetzt worden, erläuterte der SPD-Politiker. Es werde „auf der Basis eines 30 Jahre alten Katalogs“ geprüft. Das sei unverantwortlich.

Laut Gabriel sind mindestens fünf deutsche Atomkraftwerke nicht gegen Abstürze kleinerer Flugzeuge gesichert. Gegen Abstürze großer Verkehrsmaschinen sei keines geschützt.

Die Reaktorsicherheitskommission sollte am Dienstag ihren Abschlussbericht über die technischen Prüfung der deutschen Atomkraftwerke vorlegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Kommission nach Verkündigung des dreimonatigen Atom-Moratoriums damit beauftragt, alle 17 deutschen Kernreaktoren auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Das Ergebnis dieses Sicherheitschecks soll die Grundlage bilden für den Abschlussbericht der Ethikkommission Energieversorgung, dessen erster Entwurf bereits bekannt wurde. Darin wird ein Atomausstieg bis 2021 erwogen sowie die sofortige Stilllegung von acht derzeit abgeschalteten Reaktoren.

dapd

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