Gabriel: Rot-Grün in NRW fast sicher

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SPD-Chef Sigmar Gabriel meint: Rot-Grün in NRW hängt nur noch von der Wahlbeteiligung ab.

Berlin - Ein Wahlsieg von Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen kann nach den Worten von SPD-Chef Sigmar Gabriel allein an einer niedrigen Wahlbeteiligung scheitern. Und er kritisiert die Griechenland-Politik der Kanzlerin.

“Es hängt nur noch von der Wahlbeteiligung ab: Wenn die ausreichend hoch ist - deutlich über 60 Prozent - dann wird es für Rot-Grün reichen“, sagte Gabriel am Sonntagabend in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin“. Eine Regierungsbildung der Linkspartei schloss der SPD-Chef erneut aus. “In Nordrhein-Westfalen ist sie wirklich eine Partei mit völlig absurden Forderungen“, erklärte er. “Es bleibt dabei, dass wir sagen: Die ist nicht regierungsfähig und auch in großen Teilen nicht regierungswillig."

“Merkel hat die Deutschen hinters Licht geführt“

Gabriel warf Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, die Deutschen im Fall Griechenland hinters Licht geführt zu haben: “Weil sie versucht hat, die eiserne Kanzlerin zu spielen und schon damals wusste, dass Deutschland gar nicht anders kann, als die Stabilität des Euroraums mit sichern zu helfen“, erklärte Gabriel.

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Hilfen aus Deutschland für Griechenland werde die SPD nicht zustimmen, “wenn Frau Merkel weiterhin das Spiel spielt, die Karten nicht auf den Tisch zu legen“, sagte Gabriel. Jeder Tag, den Merkel zögere, lasse die von Griechenland zu zahlenden Zinsen steigen, “und kostet den Steuerzahler am Ende Hunderte von Millionen. Deswegen muss sie jetzt sagen, was zu tun ist“, erklärte Gabriel. Eine Beteiligung der Banken an Hilfen für Griechenland sei aus Sicht der SPD absolut notwendig: “Die haben dort gezockt. Sie wussten, dass Griechenland in Schwierigkeiten ist. Sie wetten jetzt an den Börsen schon wieder gegen den Euro, und ohne diese Beteiligung schon wieder den Steuerzahler für das Zocken der Banken aufkommen zu lassen, das wollen wir nicht zulassen.“ Ein Ausscheiden der Griechen aus dem Euroraum wäre nach Gabriel “die schlimmste oder schwierigste aller Möglichkeiten“. Schließlich habe Deutschland ein Interesse daran, “dass der Euro insgesamt stabil bleibt“.

apn

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