Gaddafi-Sohn Saif wird nicht ausgeliefert

+
Gaddafi-Sohn Saif al-Islam wird nicht nach Den Haag zum Internationalen Strafgerichtshof ausgeliefert.

Kairo/Berlin - Der nach wochenlanger Flucht festgenommene Gaddafi-Sohn Saif al-Islam wird von Libyen nicht ausgeliefert. Er muss sich vor einem Gericht in Libyen verantworten.

Das sei eine Forderung des Volkes, erklärte der regierende Nationale Übergangsrat, wie der arabische Sender Al-Dschasira am Sonntag berichtete.

Der 39-jährige Lieblingssohn des einstigen Machthabers Muammar al-Gaddafi war auch mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Er soll sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten. Im Falle eines Schuldspruchs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit könnte der Strafgerichtshof als Höchststrafe lebenslange Haft festlegen. Bei einem Verfahren in Libyen droht sogar die Todesstrafe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus

Kommentare