Gen-Kartoffel Nutzung vorerst gestoppt

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Mecklenburg-Vorpommern hat die Nutzung der umstrittenen Amflora-Züchtung vorerst gestoppt.

Schwerin - Nach der Entdeckung von nicht zugelassenen Gen-Kartoffeln auf schwedischen Äckern hat Mecklenburg-Vorpommern die Nutzung der umstrittenen Amflora-Züchtung vorerst gestoppt.

Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) verbot am Dienstag, die bei Zepkow (Müritzkreis) angebauten Kartoffeln in den Verkehr zu bringen. Er verwies auf die jüngsten Vorfälle in Schweden, wo die von der EU erlaubte Sorte Amflora mit nicht zugelassenen Gen-Kartoffeln vermischt worden war.

Erst wenn der Verdacht von Verunreinigungen für Zepkower Kartoffeln ausgeräumt sei, werde die Sperre aufgehoben, sagte Backhaus. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte Ende August bei Zepkow symbolisch die Amflora-Ernte gestartet. Die Aktion wurde vom Protest einiger Gentechnik-Gegner überschattet. Zepkow ist der einzige kommerzielle Anbauort für Amflora in Deutschland.

Durch das “Ausschalten“ eines bestimmten Bestandteils soll die Gen-Kartoffel mehr Amylopektin-Stärke produzieren, die in der Papier- und Klebstoffindustrie gefragt ist. Die Knollen sind nicht für die Ernährung bestimmt.

dpa

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