Generalstabschef kritisiert Obama

Michael Mullen
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US Generalstabschef Michael Mullen hat die Pläne von US-Präsident Barack Obama zum Truppenabzug aus Afghanistan kritisiert.

Washington - US-Generalstabschef Michael Mullen hat den von Präsident Barack Obama angekündigten Abzug von 33.000 Soldaten aus Afghanistan am Donnerstag als riskant bezeichnet.

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Obama will 33.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen

Er befürworte die Pläne Obamas, sagte er vor dem Kongress, sie seien allerdings “offensiver und mit größeren Unwägbarkeiten verbunden“ als er ursprünglich selber für sinnvoll erachtet habe. Die Truppenpräsenz über einen längeren Zeitraum hin auf dem derzeitigen Stand zu halten, sei angesichts der aktuellen Sicherheitslage mit weniger Gefahren verbunden gewesen.

Kandidaten der US-Republikaner: Sie wollen Obama ablösen

Die konservativen Republikaner suchen einen Kandidaten, der bei den US-Präsidentschaftswahlen im November 2012 den liberalen Amtsinhaber Barack Obama von den Demokraten ablösen soll. In der ersten großen Fernsehdebatte des anstehenden Präsidentschaftswahlkampfes haben sieben rivalisierende Kandidaten diskutiert. Wir stellen sie vor: © AP
Der texanische Abgeordnete Ron Paul war bereits ein Bewerber um die republikanische Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008. Er versteht sich als Republikaner der „alten Schule“ und lehnt staatliche Eingriffe in das Leben der Bürger strikt ab. © AP
Die Kongressabgeordnete Michele Bachmann aus Minnesota wird zum rechten Flügel ihrer Partei gezählt und steht der Tea-Party-Bewegung nahe. © AP
Herman Cain ist ehemaliger Chef einer Pizza-Kette. Er moderiert seine eigene Radio-Talkshow, "The Herman Cain Show". Der Anhänger der ultra-konservativen Tea-Party-Bewegung hat noch nie ein öffentliches Amt bekleidet. © dpa
Newt Gingrich war Chef des US-Repräsentantenhauses. Der früherer Anführer der „Republikanischen Revolution“ gegen Präsident Clinton gilt als Intellektueller und als konservatives Schwergewicht. © AP
Der frühere Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, gilt zwar als farblos. Für einen scharfen Spruch ist er aber immer gut. So warf er Präsident Obama vor, Israel "den Wölfen zum Fraß vorgeworfen" zu haben.  © AP
Mitt Romney, Ex-Gouverneuer von Massachusetts, führt laut Umfragen im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Der Multimillionär gilt als Fachmann für Wirtschaftsfragen. 2008 bewarb Romney sich vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei. © AP
Rick Santorum, Ex-Senator aus Pennsylvania, gilt als wertkonservativ. 2006 wurde er aus dem Amt gewählt. Jetzt will er Präsident werden. © AP
Sie war zwar nicht bei der TV-Debatte dabei. Trotzdem wird erwartet, dass sie auch noch ihren Hut ins Rennen ums Weiße Haus in den Ring wirft. Sarah Palin, die frühere Gouverneurin von Alaska, gilt als Star der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung. © AP

“Eine größere Truppenstärke für eine längere Zeit ist ohne Zweifel die sicherere Variante, aber nicht immer ist die sicherere Variante auch die bessere“, sagte der Generalstabschef weiter. Am Ende könne nur der Präsident über das akzeptable Maß an notwendigen Risiken entscheiden und dies habe er getan.

dapd

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