Griechenland bangt um Flüchtlingsdeal

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Das Lager Idomeni an der mazedonischen Grenze war Ende Mai geräumt worden. Foto: Yannis Kolesidis

Athen (dpa) - Mitglieder des griechischen Flüchtlingskrisenstabes fürchten einen neuerlichen Anstieg der Migrantenzahlen. Grund dafür sei das aktuell angespannte Verhältnis zwischen Deutschland und der EU auf der einen und der Türkei auf der anderen Seite, berichtet die Zeitung "To Proto Thema".

Es bestehe die Sorge, dass der Flüchtlingspakt mit der Türkei doch noch platzen könne. Selbst wenn dies nicht geschehe, könnten weiterhin täglich Hunderte Flüchtlinge ankommen, hieß es in dem Bericht weiter.

Diese Angst bestätigte sich heute nicht - binnen 24 Stunden gelangten nur 15 neue Flüchtlinge von der Türkei zur griechischen Insel Kos, wie der Flüchtlingskrisenstab mitteilte. Dennoch wird die tägliche Entwicklung mit Argusaugen beobachtet. "Wir verfolgen Phänomene wie den Anstieg am Freitag sehr genau", sagte ein Offizier der griechischen Küstenwache. An diesem Tag hatten erstmals seit Wochen wieder mehr als 150 Menschen von der Türkei aus nach Griechenland übergesetzt.

In Griechenland fürchtet man mittlerweile selbst einen leichten Anstieg der rund 53 000 Flüchtlinge im Land. Viele der Menschen sind nach wie vor nicht anständig untergebracht, die Asylverfahren gehen nur schleppend voran und in den staatlichen Lagern kommt es immer wieder zu heften Auseinandersetzungen unter den Flüchtlingen.

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