Grüne: bis 2050 ohne Kohle und Atom

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Die Grünen lehnen den Atomlaufzeit-Beschluss der Regierungskoalition ab

Mainz - Bis 2050 ohne Kohle und Atom - das sieht das alternative Energiekonzept der Grünen vor. Ebenfalls Thema auf der Klausurtagung in Mainz: Noch-Bundesbankvorstand Sarrazin.

Die Grünen stellen den Kernkraftplänen der Bundesregierung ein Energiekonzept ohne Atom- und neue Kohlekraftwerke entgegen. Bei ihrer Klausur in Mainz verabschiedete die Grünen-Fraktion am Freitag ein Papier, in dem das Ziel ausgegeben wird, die gesamte Energieversorgung in Deutschland bis 2050 CO2-frei zu machen. Um das Ziel zu erreichen, fordern die Grünen unter anderem einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomkraft und ein Nein zum Neubau von Kohlekraftwerken.

Die acht ältesten Atommeiler wollen sie vorzeitig vom Netz nehmen. Die Grünen plädieren für die Förderung Strom sparender Geräte, den Ausbau der Stromnetze und den Abbau umweltschädlicher Subventionen - wie Ausnahmeregelungen bei der Ökosteuer, Dienstwagenprivileg oder Steuerfreiheit für Kerosin.

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Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte, die Bundesregierung lasse sich ihre Energiepolitik vollständig von den vier großen Energiekonzernen in Deutschland diktieren. Viele Menschen suchten nach Alternativen zu dieser “schwarz-gelben Klientelpolitik“. Die Regierung will die Laufzeiten deutscher Atommeiler im Schnitt um zwölf Jahre verlängern. Die Grünen sind strikt dagegen und haben Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

Künast begrüßt Sarrazin-Rückzug

Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Renate Künast, begrüßt den Rückzug von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin. “Es ist gut, dass er zurückgetreten ist“, sagte sie am Freitag in Mainz. Künast hofft nun, dass das Thema Integration unabhängig von der Person Sarrazins diskutiert werden könne. Den Grünen gehe es darum, bessere Bildungschancen zu bieten - vom Kindergarten an. Der 65 Jahre alte SPD-Politiker Sarrazin steht wegen seiner Thesen zur Einwanderungspolitik heftig in der Kritik. Der frühere Berliner Finanzsenator hatte am Donnerstagabend seinen Rückzug vom Amt erklärt.

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