"Das wirft viele Fragen auf"

Grüne: Merkel soll im Uli-Hoeneß-Prozess aussagen

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Spitzenpolitiker von Grünen und FDP haben eine Zeugenaussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Steuerprozess gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß gefordert.

Berlin - Spitzenpolitiker von Grünen und FDP haben eine Zeugenaussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Steuerprozess gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß gefordert.

Wenn Merkel Uli Hoeneß über das Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz vorab informiert habe, "wirft das viele Fragen auf", sagte Grünen-Chefin Simone Peter der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Dazu müsse Merkel öffentlich Stellung beziehen. Damit "könnte sie auch eine wichtige Zeugin" im Prozess gegen Hoeneß sein, sagte Peter.

Uli-Hoeneß-Prozess: Live-Ticker am Tag nach dem Urteil

Der bayerische FDP-Chef Albert Duin äußerte sich ähnlich: "Wenn Hoeneß von Merkel über das Scheitern des Steuerabkommens mit der Schweiz informiert worden ist, muss auch die Kanzlerin in den Zeugenstand", sagte er der Zeitung. Das noch von der schwarz-gelben Bundesregierung angestoßene Steuerabkommen mit der Schweiz war vor über einem Jahr nach monatelangem Ringen am Widerstand von SPD und Grünen im Bundesrat gescheitert. Es hatte vorgesehen, dass Steuersünder im Gegenzug für die Nachversteuerung Straffreiheit genießen sollen.

Hoeneß ist wegen Steuerhinterziehung über Schweizer Konten angeklagt, derzeit läuft der Prozess gegen ihn. Nach jüngsten Angaben hinterzog Hoeneß mindestens 27,2 Millionen Euro an Steuern.

afp

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