Britische Regierung am Pranger

"Guardian"-Chefredakteur beklagt Einschüchterung

London - Die britische Zeitung "Guardian" ist einer der Vorreiter, wenn es um neue Enthüllung des Whistleblowers Edwart Snowden geht. Der Chefredakteur beklagt deswegen nun Einschüchterungsversuche.

Der Chefredakteur des britischen „Guardian“, Alan Rusbridger, hat erneut schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Premierminister David Cameron erhoben. Neue Einschüchterungsversuche der Regierung, mit dem Versuch, die Zeitung von der Veröffentlichung von Geheimdienstinformationen abzuhalten, bezeichnete er in einem Interview des „Spiegel“ als „billige Attacke“.

Cameron hatte „härtere Maßnahmen“ gegen den „Guardian“ wegen dessen Veröffentlichungen von Informationen des „Whistleblowers“ Edward Snowden angekündigt. Dies sei völlig sinnlos, weil selbstverständlich Kopien des Snowden-Materials außerhalb Großbritanniens existierten.

Rusbridger geht davon aus, selbst zum Ziel von Geheimdienstleuten geworden zu sein. Sein „Facebook“-Profil sei wie von unsichtbarer Hand geändert worden. Unter der Rubrik mit seinen Lieblingsfilmen sei plötzlich der Titel „Stirb langsam“ aufgetaucht. Er verschicke keine E-Mails mehr mit wichtigen Inhalten und nehme sein Mobiltelefon nicht mehr zu wichtigen Gesprächen mit, sagte er dem „Spiegel“.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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