Gül: Deutsche Einwanderungspolitik ist rechtswidrig

Mainz - Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül rügt die deutsche Ausländerpolitik als rechtswidrig. Das 2007 verschärfte deutsche Einwanderungsrecht widerspreche den Menschenrechten.

Das sagte Gül dem ZDF laut Vorabmeldung vom Samstag. “Sie steht nicht im Einklang mit dem Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie.“ Nach der umstrittenen Reform hängt der Ehegatten-Nachzug seit 2007 vom Bestehen eines Deutschtests in der Türkei ab.

Gleichzeitig forderte Gül seine Landsleute in Deutschland auf, besser Deutsch zu lernen: “Sie sollten die Sprache akzentfrei beherrschen.“ Der Sorge, dass sich die Türkei vom Westen entfernt, widersprach der Staatspräsident. Ziel sei die EU-Vollmitgliedschaft.

Gül beginnt am Sonntag einen viertägigen Deutschlandbesuch.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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