Neuer Job: Facebook-Ärger für zu Guttenberg

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Karl-Theodor zu Guttenberg bläst nach seiner Ernennung zum Internetbeauftragten der EU-Kommission ein eisiger Wind ins Gesicht.

Brüssel - Die Ernennung Karl-Theodor zu Guttenbergs zum Internetbeauftragten der EU-Kommission schlägt hohe Wellen. Gegner haben bereits eine Petition gegen den ehemaligen Bundesminister eingereicht.

Die Europa-Politikerin Neelie Kroes hat Karl-Theodor zu Guttenberg den Weg zurück in die Politik geebnet. Seine Ernennung zum Internetbeauftragten der EU-Kommission stößt hingegen auf harsche Kritik. "Ausgerechnet er soll nun Freiheitskämpfern im Netz helfen. Das ist absurd" schrieb spiegel-online.de. Auch das Internetportal der Süddeutschen Zeitung sieht die neue Aufgabe des ehemaligen Verteidigungsministers kritisch und spricht von einer "Fortsetzung der Politsatire". Für Claudius Holler, Mitglied der Piratenpartei, ist die Ernennung des neuen Internetbeauftragten, als würde man "Hugh Hefner als Gleichstellungsbeauftragten" einsetzen.  

Doch damit nicht genug. Gegner zu Guttenbergs haben bereits die Petition "Zu Guttenberg muss die Europäische Kommission verlassen" gegen seine Ernennung eingereicht. Begründung: "K.T. zu Guttenberg ist als Person nicht geeignet, die europäische Bevölkerung im Rahmen einer Mitarbeit der Europäischen Kommission zu vertreten, weil er nicht als genügend vertrauenswürdig gelten kann."

Und auch Kroes sieht sich durch die Ernennung von zu Guttenberg zunehmender Kritik und Häme ausgesetzt. In einem Blogbeitrag verteidigte sie die Entscheidung und erklärte, man brauche "jemanden mit internationaler Perspektive und Kontakten, wie er sie hat, um die Umsetzung der Strategie voranzutreiben". Trotz der Einsetzung zu Guttenbergs würde sie keine Plagiate gut heißen, so Kroes weiter.

Die User können mit dieser Art der Argumentation nichts anfangen. "Ihre Stellungnahme ist doch wohl der Witz des Jahres", war eines von vielen Echos auf ihren Blogbeitrag.

jb

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