Guttenbergs Gutachter: "Ich habe zu sehr vertraut"

Berlin - Der Zweitgutachter für die Doktorarbeit des inzwischen zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat eigene Fehler eingeräumt.

“Ich habe zu sehr vertraut, dass Arbeiten korrekt angefertigt werden“, sagte der Münchner Professor für Öffentliches Recht und Europarecht, Rudolf Streinz, in einem Interview mit dem “Spiegel“. Er habe damals keine Auffälligkeiten entdeckt, betonte er.

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Streinz bestritt, dass er einen Parteifreund begünstigt habe. “Entsprechende Unterstellungen sind absurd und mehr als ehrenrührig. Herr zu Guttenberg wurde wie jeder andere Doktorand behandelt, nicht besser, aber auch nicht schlechter.“ Streinz ist dem Bericht zufolge CSU-Mitglied, war Stadtrat in Landshut und arbeitet als Vertrauensdozent der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. Er berichtete, er habe Konsequenzen aus dem Fall gezogen: Künftig müssten seine Doktoranden ihre Arbeit auch in elektronischer Form einreichen, um einfach überprüfen zu können, ob es sich um Plagiate handele.

dpa

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