Guttenberg: Das schreibt die internationale Presse

München - Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg war auch ausländischen Medien schnelle Schlagzeilen wert. Hier eine Auswahl:

Guttenberg: Das schreibt die internationale Presse

"Copy, paste, delete": Das schreibt die Presse über Guttenberg

Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Das “Wall Street Journal“ schreibt: “Guttenbergs Rücktritt bedeutet ernsthaften Ärger für Merkel, deren Partei von Guttenbergs Popularität unter den deutschen Wählern profitiert hat. © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Ihre Christdemokraten stehen am 27. März vor schweren Wahlen in Baden-Württemberg und Guttenberg, Mitglied der verbündeten Christsozialen im benachbarten Bayern, war ein wichtiger Aktivposten.“ © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Ähnlich sieht es die “New York Times“: “Sein Rücktritt ist ein herber Rückschlag für Kanzlerin Angela Merkel, für die Guttenberg in sechs wichtigen Regionalwahlen eine tragende Rolle spielen sollte. © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Angesichts der vernichtenden Niederlage der Christdemokraten bei der Wahl in Hamburg vor zehn Tagen verließ sich die Partei darauf, dass Guttenberg Wahlkampf macht, sobald sich der Skandal einmal beruhigt hat.“ © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Aus “NZZ-Online“: “Der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs ist richtig, doch er kommt viel zu spät. Jetzt muss er nicht nur die Notbremse ziehen, sondern den Rückwärtsgang einlegen. © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
Indem er aber auf Feld Eins zurückkehrt, tut er sich und Deutschland den größten Gefallen.“ © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
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Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
“Daily Mail“: “Dr Googleberg tritt als Verteidigungsminister zurück.“ © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
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Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
“Der kampfbereite einstige 'golden boy' der konservativen Politik legte heute Morgen sein Amt nieder.“ © dpa
Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenberg Pressestimmen
“The Daily Telegraph“: “Die Deutschen haben Recht, wenn sie die akademischen Ehren ernst nehmen.“ “Die Nachricht des Rücktritts ist zu begrüßen.“ © dpa
"Dernières Nouvelles d'Alsace": “Ein Minister, der zurücktritt: Diesmal handelt es sich nicht um Frankreich, sondern um Deutschland, wo eine Doktorarbeit, die bis zu 70 Prozent aus Plagiaten bestehen soll, dem aufsteigenden Stern am politischen Himmel, Karl-Theodor zu Guttenberg, seinen Posten und womöglich seine Karriere kostet. © dpa
Der Fall von “KT“ sorgt für gewisse Zufriedenheit und sogar Schadenfreude, auch in seinen eigenen Reihen! (...) © dpa
Die "Neue Zürcher Zeitung" titelt "Ende Gutt, alles gut?" und schreibt: © dpa
“Vielleicht liegt die tiefere Tragik des Falles Guttenberg, der die deutschsprachige Öffentlichkeit seit zwei Wochen in Atem gehalten hat, darin, dass man erst jetzt, nach dem Rücktritt des deutschen Verteidigungsministers, auch so etwas wie Respekt für die Hauptperson empfinden kann. (...) © dpa
"La Repubblica" bemängelt: “Es treten immer die Minister der anderen zurück. Als erstes denkt ein anständiger Italiener jetzt dieses: Liebe deutsche Freunde, gebt uns euren (Ex-)Verteidigungsminister, der abgeschrieben hat, und nehmt euch dafür unseren (Verteidigungsminister) Ignazio La Russa, der nicht abschreibt. © dpa
"Copy, paste, delete": So titelt die "Basler Zeitung und meint: “Der Rücktritt von Verteidigungsminister Guttenberg in der Copy- Paste-Affäre ist der Sturz eines jugendlichen Helden. (...) Der Rücktritt ist ferner das Märchen eines adeligen Schönlings, der finsteren Mächten und bösen Neidern zum Opfer fällt." © dpa
Für "nicht abgeschrieben" hält die russische Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" zu Guttenberg: © dpa
(...) "Letztenendes war die politische Karriere von Karl-Theodor zu Guttenberg eine Fehlzündung. Doch er ist erst 39 Jahre alt, und der Baron ist in konservativen Kreisen nicht abgeschrieben, nicht nur in seinem Heimatland Bayern.“ © dpa
Die Turiner Tageszeitung “La Stampa“ meint am Mittwoch zum Rücktritt: “In Deutschland kann kein Minister ungestraft lügen, auch nicht in einer (scheinbar) privaten Frage. © dpa
Dabei hat Kanzlerin Angela Merkel im Zuge dieser ganzen Sache keine “bella figura“ gemacht. Durchgesetzt hat sich vielmehr der Protest eines wesentlichen Teils der Zivilgesellschaft und der Medien. Die Regierung scheint erschüttert, steckt das aber ein: So funktioniert eine Demokratie.“ © dpa

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