Guttenberg stützt umstrittene Köhler-These

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (l.) hat sich dafür ausgesprochen, in der Sicherheitspolitik “offen und ohne Verklemmung“ auf wirtschaftliche Interessen einzugehen.

Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich dafür ausgesprochen, in der Sicherheitspolitik “offen und ohne Verklemmung“ auf wirtschaftliche Interessen einzugehen.

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Es gelte in gewissen Kreisen immer noch als “überaus verwegen“, den Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen herzustellen, monierte der CSU-Politiker am Dienstag auf einer Sicherheitskonferenz in Berlin. Dies habe auch der frühere Bundespräsident Horst Köhler zu spüren bekommen, der für den Verweis auf diesen Kontext “fürchterlich geprügelt“ worden sei. “Ich frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war“, sagte Guttenberg. “Ich hätte mir von uns allen etwas mehr Unterstützung in dieser Fragestellung gewünscht.“

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Köhler hatte im Mai in einem Interview gesagt, dass “im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege“ zu sichern. Nach heftiger Kritik an dieser Aussage trat Köhler zurück. Guttenberg räumte ein, dass sich Köhler in dem Interview “etwas sperrig“ geäußert habe. Im Grunde gehe es aber beim Zusammenhang zwischen Sicherheit und Wirtschaftsinteressen um etwas Selbstverständliches.

dpa

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