Guttenberg verlangt realitätsnahe Ziele für Afghanistan

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Karl-Theodor zu Guttenberg ( CSU)

Hamburg - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Definition realitätsnaher Ziele für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr gefordert.

“Wenn 70 Prozent der Deutschen den Einsatz ablehnen, muss das ein Anstoß sein, um die Relevanz des Einsatzes deutlicher zu erklären“, sagte zu Guttenberg am Sonntag bei der “Zeit“-Matinee in Hamburg, einer gemeinsamen Veranstaltung der Wochenzeitung “Die Zeit“ und Deutschlandradio Kultur. Dazu sei es nötig, dass man von “Lebenslügen“ in Bezug auf den bisherigen Einsatz Abschied nehme und die Ziele realitätsnäher definiere.

“Die realitätsnahen Ziele sind, dass wir ein Grundmaß an Stabilität schaffen und dass von Afghanistan keine Gefährdung für die internationale Gemeinschaft mehr ausgeht, insbesondere für die unmittelbare Region“, sagte zu Guttenberg. Es sei allerhöchste Zeit, die Diskussion über den Einsatz auch in Deutschland offen zu führen. Man müsse den jahrelang gepflegten Traum aufgeben, in Afghanistan eine Westminster-Demokratie nach westlichen Maßstäben herstellen zu können. Das sei schlichtweg eine Illusion.

dpa

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