Viele mit "größeren Mängeln"

Hälfte der Bundeswehrkasernen in marodem Zustand

Berlin - Knapp 40 Prozent der Bundeswehrkasernen haben "größere Mängel", einige sind gar nicht mehr nutzbar. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens. Politiker fordern nun mehr Geld für die Modernisierung.

Die Hälfte der rund 3000 Bundeswehrkasernen ist einem Bericht zufolge in einem maroden Zustand. Wie die "Bild"-Zeitung am Dienstag unter Berufung auf ein Gutachten des Verteidigungsministeriums berichtete, wird nur die Hälfte der Unterkünfte als in "einem guten bis mittleren Allgemeinzustand" eingestuft. Demnach haben 38 Prozent der Unterkünfte "größere Mängel", neun Prozent sind gar nicht nutzbar.

Als Ursachen für den maroden Zustand werden der Zeitung zufolge "altersbedingte Abnutzung, nicht mehr zeitgemäße technische Standards" sowie nicht rechtzeitig vorgenommene Sanierungen und "unzureichende Reinigung" genannt. Der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner forderte vor diesem Hintergrund mehr Geld für Unterkünfte. "Dass Soldaten vernünftig untergebracht werden, muss selbstverständlich sein", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte Ende Januar in einem Interview einen "enormen Modernisierungsbedarf" bei den Kasernen eingeräumt. Sie kündigte an, dass in den kommenden drei Jahren etwa 750 Millionen Euro dafür ausgegeben werden sollen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild/Archivbild)

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