Mutmaßlich rechtsextreme Drohmails

Helene Fischer von Neonazis bedroht - über 100 Drohmails gegen Promis und Politiker

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Schlagersängerin Helene Fischer wird von Neonazis bedroht.

Eine Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails mit Gewalt- und Bombendrohungen sorgt bundesweit für Aufsehen. Auch Schlagersängerin Helene Fischer ist betroffen.

Update vom 14. März, 10.53 Uhr: Medienberichten zufolge gibt es seit mehreren Wochen eine Serie an Drohmails, die mutmaßlich von Rechtsextremen an Politiker und Prominente verschickt wurden (siehe unsere Meldung unten). Die E-Mails enthalten unter anderem Gewalt- und Bombendrohungen und wurden mit „Nationalsozialistische Offensive“, „NSU 2.0“ oder „Wehrmacht“ unterzeichnet.

Die persönlich adressierten Schreiben seien von unterschiedlichen Mailkonten verschickt worden. Jedoch seien sie in der Wortwahl so ähnlich, dass die Ermittler einen Zusammenhang vermuten, berichteten Medien. Empfänger der Drohmails seien unter anderem Politiker, Anwälte, Journalisten, und der Zentralrat der Juden.

Auch Helene Fischer erhielt Drohmails von Rechtsextremen

Wie nun bekannt wurde, ist auch Schlagersängerin Helene Fischer betroffen, auch sie erhielt mutmaßlich rechtsextremistische Drohungen. Ob dahinter jedoch stets dieselben Personen steckten oder auch Trittbrettfahrer, sei unklar.

Die 34-Jährige hatte sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert. Bei einem Konzert in Berlin machte sie Anfang September vor rund 17.000 Fans auf die Missstände in Chemnitz aufmerksam: „Ich äußere mich nicht zu Politik. Meine Sprache ist die Musik. Doch auch ich verfolge, was in der Welt passiert. Und deswegen heute Abend, jetzt und hier gemeinsam mit euch, wir setzen auch ein Zeichen. Und ich möchte jetzt und hier, dass keiner mehr sitzen bleibt. Erhebt euch. Erhebt gemeinsam mit mir die Stimme. Gegen Gewalt. Gegen Fremdenfeindlichkeit“, sagte sie. Dann forderte sie die Fans auf: „Lasst uns gemeinsam dieses Lied singen. Wir brechen das Schweigen hier in Berlin. Seid ihr mit mir?“ Zuvor äußerte sich die Schlagersängerin bereits auf ihren Social-Media-Kanälen.

Helene Fischer machte in letzter Zeit vor allem durch ihre Trennung von Florian Silbereisen (37) und ihre neue Beziehung zu Akrobat Thomas Seitel (33) Schlagzeilen.

Erstmeldung: Gewalt- und Bombendrohungen: Rechtsextreme verschicken über 100 Drohmails 

Berlin - Seit mehreren Wochen gibt es nach Medienberichten eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und andere öffentlich herausgehobene Personen. Es gehe um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit „Nationalsozialistische Offensive“, „NSU 2.0“ oder „Wehrmacht“ unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die „Süddeutsche Zeitung“ und der NDR. Darunter seien auch Bombendrohungen. Bei Durchsuchungen seien aber bisher keine Bomben gefunden worden.

Wegen Drohungen: Hauptbahnhof und Finanzamt geräumt

Wegen entsprechender Drohungen seien am Montag der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt worden, hieß es. Mindestens fünfzehn Mal sollen seit Dezember Bombendrohungen mit dem Absender „Nationalsozialistische Offensive“ auch bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen sein, unter anderem beim Oberlandesgericht München, dem Oberlandesgericht Bamberg, der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, aber auch beim Flughafen Hamburg.

Der Lübecker Bahnhof wurde nach einer Bombendrohung evakuiert und der Zugverkehr eingestellt.

Die Bundesanwaltschaft hat den Berichten zufolge einen Prüfvorgang angelegt. Ein Sprecher der Karlsruher Behörde wollte sich auf Anfrage zu den Berichten nicht näher äußern, verwies aber auf die örtlichen Staatsanwaltschaften. Den Berichten zufolge haben sich die Generalstaatsanwälte der Länder geeinigt, die Ermittlungen gebündelt bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu führen (Aktenzeichen 231 UJs. 181/19). Von dort war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

sp/dpa

Erst kürzlich war ein mutmaßlicher Nazi-Skandal bei der hessischen Polizei öffentlich geworden.

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