Rechte Propaganda

„Haut die Linken, bis sie hinken“: AStA Frankfurt schmeißt Liberale Hochschulgruppe raus

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Die Liberale Hochschulgruppe hat Ärger mit dem Asta (Symbolbild)

Rechtsextremes und sexistisches Plakat: Die Liberale Hochschulgruppe an der Goethe-Uni in Frankfurt muss ihre Räume im Studierendenhaus räumen.

Frankfurt- Der Asta-Vorstand der Frankfurter Goethe-Universität hat der Liberalen Hochschulgruppe die weitere Nutzung ihrer Räume im Studierendenhaus untersagt. Dem war ein Beschluss des Studierendenparlaments vorausgegangen. 

Sexismus und Rassismus auf dem liberalen Plakat

Die Jung-Liberalen sollen gegen die Haus- und Nutzungsordnung verstoßen haben, was zu dem Rauswurf geführt hat. Wie der Asta in einer Pressemitteilung erläutert, sei im Zuge einer Brandschutzbegehung im Gruppenraum der Liberalen ein Plakat gefunden worden mit „rassistischen, antisemitischen und sexistischen Parolen, Zitaten und Zeichnungen“, wie es in der PM heißt. Mitglieder der Gruppe hätten bereits im Juli 2018 auf Instagram vor dem Plakat posiert. 

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Mit „Haut die Linken, bis sie hinken“ ist das Plakat betextet, was nach Ansicht des Asta Gewaltphantasien gegen Andersdenkende kommuniziere. Weiter würden Peniszeichnungen mit dem Zusatz „Man rules“ auf Sexismus und „männliche Überlegenheitsgesten“ verweisen. 

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Kann man dies noch unter postpubertärem Burschengehabe verbuchen, gehen die Liberalen bei einem Zitat aus dem SS-Marschlied „SS marschiert im Feindesland“ einen großen Schritt in die rechtsextreme Richtung: „Und stehen nun zum Kampf bereit gegen die rote Pest!“ ist der Jargon von ganz Rechtsaußen. 

Klar rechtsextreme und antifeministische Anspielungen

Die AStA-Referentin Clara Mißbach erklärt in der PM: „Bei den niedergeschriebenen Zeilen handelt es sich um klar rechtsextreme und antifeministische Anspielungen, welche in Gruppenräumen im Studierendenhaus nichts zu suchen haben. Der Entzug des Gruppenraumes kann nur eine erste Konsequenz sein. Der ehemalige Wiener FPÖ-Sprecher Gotschacher wurde ebenfalls wegen eines Zitats aus dem selbigen SS-Lied entlassen. Daher fordern wir auch die Universitätsleitung und die FDP Hessen zu einer Positionierung und Verhalten zum untragbaren Sachverhalt auf.“ 

Auf Nachfrage der FR erklärt ein Vertreter der Liberalen Hochschulgruppe, dass es sich um Schmierereien auf einem Flipchart handeln würde. „Dort wurde sexistisch und wohl auch rechtsextrem herumgekritzelt. Wir gehen der Sache sehr intensiv nach, weil das Werte sind, die wir bekämpfen. Sollte sich herausstellen, dass die Schmierereien von internen Personen stammen, wird es selbstverständlich Konsequenzen geben.“

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