Provokante Werbung mit Homo-Ehen-Gegnerin

Video: Merkel als Lesbe inszeniert

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"Kanzlerin Merkel" in dem Clip.

Berlin - Von der "Ehe für alle" hält Angela Merkel (CDU) bekanntermaßen wenig, und doch zeigt ein vermeintlich heimlich gefilmter Clip die Kanzlerin jetzt in zärtlicher Umarmung mit einer jungen Frau. Was dahintersteckt:  

Ein 20 Sekunden kurzer Clip sorgt derzeit für Aufsehen. Darin blickt Angela Merkel aus dem Fenster eines Zimmers, als eine Frau sich von hinten zärtlich an sie schmiegt. Später nestelt die Dunkelhaarige am Reißverschluss der Politikerin. Dazu sind Radionachrichten zu Irland zu hören, wo kürzlich mit einer Volksabstimmung der Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe freigemacht wurde. Haben Paparazzi die verheiratete Kanzlerin und bekennende Gegnerin der Homo-Ehe etwa bei einer lesbischen Affäre erwischt?

Natürlich nicht. Es handelt sich um ein Merkel-Double, mit dem das neue Berliner Lesbenmagazin „Straight“ wirbt. "Ganz Europa hasst Merkel? Ja, bis auf diese Frau...", ist auf dem Twitter-Profil der Zeitschrift zu lesen, die am Mittwoch startete.

„Wir wollten auf die Thematik der Homo-Ehe hinweisen und natürlich Frau Merkel dafür gewinnen“, sagte Eva Werle, Sprecherin des Magazins „Straight“, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Doppelgängerin in dem Werbegag kommt aus Polen. Mehr verriet das Berliner Magazin dazu nicht.

Was sagt Merkel dazu?

„Die Bundesregierung hat den Videoclip zur Kenntnis genommen, kommentiert ihn jedoch nicht“, erklärt ein Regierungssprecher am Mittwoch. Zum Thema Homo-Ehe heißt es: „Die Bundeskanzlerin hat ihre Haltung zu diesem Thema mehrfach öffentlich deutlich gemacht. Dem ist nichts hinzuzufügen.“

Nächstes Jahr soll "Straight" sechsmal erscheinen. Herausgeberin ist die Journalistin Felicia Mutterer.

dpa

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