Kopf-an-Kopf-Rennen

Indonesier wählen neuen Präsidenten

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In Indonesien wird am Mittwoch gewählt.

Jakarta - Kopf-an-Kopf-Rennen der zwei Kandidaten: Rund 190 Millionen Indonesier sind dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Rund 370.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

Rund 190 Millionen Indonesier wählen an diesem Mittwoch einen neuen Präsidenten. Sie haben die Auswahl zwischen dem erfolgreichen aber international wenig erfahrenen Bürgermeister von Jakarta, Joko Widodo (53), und Ex-General Prabowo Subianto (62), einem erfolgreichen Geschäftsmann. Sie lagen in den Umfragen zuletzt Kopf an Kopf, mit Vorteilen für den Bürgermeister, genannt Jokowi. Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt.

„Ich wähle Jokowi“, sagte Shinta Marlina (29) vor einem Wahllokal in Jakarta. „Es ist an der Zeit, dass wir einen Mann des Volkes an die Spitze wählen.“ Jokowi stammt aus ärmlichen Verhältnissen, Prabowo ist der Spross einer der reichsten Familien im Land. Er war einst mit der Tochter des 1998 zum Abgang gezwungenen Diktators Suharto verheiratet. Menschenrechtler machen Prabowo für Massaker unter Suharto und die Entführung von Demokratieaktivisten in den letzten Suharto-Tagen verantwortlich. Von 13 fehlt bis heute jede Spur.

Gut 370.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um fast eine halbe Million Wahllokale zu schützen. Die letzten Wahllokale sollten um 08.00 Uhr MESZ schließen. Erste Hochrechnungen wurden innerhalb der ersten drei Stunden nach Wahlende erwartet.

dpa

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