Von der Opposition aufgestellt

Timoschenko wird Spitzenkandidatin

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Julia Timoschenko.

Kiew - Die ukrainische Opposition hat die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko demonstrativ als Spitzenkandidatin für die Parlamentswahl am 28. Oktober aufgestellt.

Die Wahlkommission dürfte die Aufstellung Julia Timoschenkos als Spitzenkandidatin jedoch ablehnen, weil Inhaftierte nicht kandidieren dürfen. Auf einem Kongress in Kiew stimmte ein Zusammenschluss aus Oppositionsparteien für die Kandidatenliste.

In der Ex-Sowjetrepublik begann am Montag offiziell der Wahlkampf. Oppositionsführerin Timoschenko, die wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, will die Macht der regierenden Partei der Regionen und des Präsidenten Viktor Janukowitsch brechen.

Ärzte verordnen Timoschenko acht Wochen Ruhe

Nach Einschätzung deutscher Ärzte wäre ein Wahlkampf das Letzte, was die 51-Jährige gerade gebrauchen kann. Timoschenko braucht den Medizinern zufolge mindestens acht Wochen Ruhe.

Neue Stresssituationen könnten die bereits erreichten Behandlungserfolge zunichtemachen, sagte der Leiter der Berliner Universitätsklinik Charité, Karl Max Einhäupl, am Montag nach einem Gespräch mit Timoschenko in einem Krankenhaus der Stadt Charkow. Er wollte sich danach mit Gesundheitsministerin Raissa Bogatyrjowa treffen. Gegen Timoschenko soll am Dienstag in Charkow ein zweites Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung fortgesetzt werden.

dpa

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