Fälschungen? Irak-Ministerin kritisiert Wikileaks

Bagdad/Riad - Die irakische Ministerin für Menschenrechte hat die Betreiber der Enthüllungs-Website Wikileaks scharf kritisiert. Möglicherweise seien die Dokumente gefälscht, sagt sie.

Widschdan Michail sagte am Montag im staatlichen Fernsehen, der Irak behalte sich rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Website vor.

Möglicherweise seien einige der veröffentlichten Dokumente der US- Armee aus dem Irak Fälschungen. Auf die in diesen Protokollen dokumentierten Fälle von Folter und Totschlag durch amerikanische und irakische Sicherheitskräfte ging die Ministerin nicht ein.

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Wikileaks enthüllt: USA duldeten Folter im Irak

Michail gehört der Rechtsstaat-Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki an. Der Regierungschef, der eine zweite Amtszeit anstrebt, steht durch die Veröffentlichung der Dokumente in der vergangenen Woche in der Kritik. Denn einige der Einheiten, die an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, unterstanden seinem Kommando.

Die meisten arabischen Regierungen, die zum Teil selbst regelmäßig von Menschenrechtsorganisationen kritisiert werden, hielten sich mit Äußerungen über die Wikileaks-Veröffentlichungen zurück. Der Golfkooperationsrat, dem sechs arabische Golfstaaten angehören, hatte die US-Regierung am Sonntag aufgefordert, die einzelnen Vorfälle aufzuklären. Eine entsprechende Aufforderung an die irakische Regierung gab es von dieser Organisation nicht.

dpa 

Rubriklistenbild: © AP

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