Iran droht Israel mit "Blitzschlägen"

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Israelischer Panzer in den Golanhöhen. Israel hat seine Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Foto: Jim Hollander

Tel Aviv (dpa) - Israel hat die Tötung eines iranischen Generals auf den Golanhöhen nicht bestätigt - und wappnet sich dennoch vor möglichen Folgen. Denn der Iran droht mit Vergeltung.

Nach ihrem Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen sind Israels Streitkräfte in erhöhter Wachsamkeit. Iranischen und syrischen Angaben zufolge wurden bei dem Angriff am Sonntag ein iranischer General und mindestens sechs Kämpfer der Schiitenmiliz Hisbollah getötet. Der Iran droht Israel nun mit "verheerenden Blitzschlägen". Auch die Hisbollah will Vergeltung üben.

Zum Schutz habe Israels Armee nahe der Grenze zum Libanon das mobile Raketenabwehrsystem "Eisenkuppel" aufgestellt, berichtete der israelische Rundfunk. Außerdem seien die Truppen verstärkt worden. Eine Armeesprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch den Angriff selbst haben die Streitkräfte weder bestätigt noch dementiert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief für Dienstag eine Sitzung seines Sicherheitskabinetts ein.

"Die Zionisten (Israel) haben schon in der Vergangenheit unseren Zorn erlebt und müssen auch jetzt mit verheerenden Blitzschlägen rechnen", sagte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden am Dienstag. Die Revolutionsgarden würden den Widerstand bis zum Zusammenbruch des Landes fortführen. "Wir machen solange weiter, bis die Wurzeln der Korruption in der Region vernichtet sind", sagte Mohammed Ali Dschafari laut Nachrichtenagentur ISNA.

Der iranische General Mohammed Ali Allahdadi soll am Sonntag bei einem Helikopterangriff der Israelis auf der syrischen Seite der Golanhöhen umgekommen sein. Im Sechstagekrieg 1967 hatte Israel den Großteil der Golanhöhen erobert. Im syrischen Bürgerkrieg ist der syrische Teil der Golan immer wieder Ort blutiger Zusammenstöße verfeindeter Milizen.

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