Iran räumt Spionage in Atomanlagen ein

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Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi.

Teheran - Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, gab erstmals zu, Mitarbeiter seien mit dem Versprechen einer besseren Bezahlung dazu gebracht worden, Geheimnisse an den Westen zu verraten.

Mit stärkeren Sicherheitsvorkehrungen und Vergünstigungen für die Mitarbeiter sei das Problem behoben worden, erklärte Salehi nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars vom Samstag. So sei der Zugang zu Informationen für die Mitarbeiter beschränkt worden. Inzwischen sei es praktisch unmöglich, dass noch Informationen durchsickerten, zitierte Fars Salehi.

In welchem Zeitraum die Spionage stattgefunden haben soll, wurde nicht mitgeteilt. Spionage habe früher eine größere Rolle gespielt, inzwischen aber kaum mehr. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Lebensbedingungen der Mitarbeiter von Atomanlagen zu verbessern, so dass sie weniger anfällig für Angebote aus dem Westen seien, erklärte Salehi.

In den vergangenen Wochen gab der Iran die Festnahme mehrerer Atomspione bekannt. Außerdem kämpfte das Land gegen einen Computerwurm, der nach Darstellung von Teheran Teil eines westlichen Komplotts ist, um das iranische Atomprogramm zu stören.

Im Juli kehrte ein Nuklearwissenschaftler, der nach iranischen Angaben von US-Agenten entführt wurde, unter mysteriösen Umständen in seine Heimat zurück. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten werfen dem Iran vor, sein ziviles Atomprogramm als Deckmantel für die Entwicklung von Atomwaffen zu benutzen. Der Iran weist das zurück.

dapd

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