Iran setzt Westen Frist im Atomstreit

Teheran - Der Iran hat eine neue Runde im Atomstreit mit dem Westen eingeläutet. Einen Monat habe der Westen nun Zeit, den iranischen Vorschlag zur Urananreicherung anzunehmen.

Wie die iranische Presse am Sonntag berichtete, setzte Außenminister Manuchehr Mottaki dem Westen eine Frist von einem Monat, seinen Vorschlag zur Urananreicherung anzunehmen. Andernfalls werde Teheran das für einen Forschungsreaktor benötigte Uran selbst anreichern, wurde Mottaki von der Presse zitiert. Mottaki bezeichnete seine Aussage als “Ultimatum“ an die Weltmächte. Der Westen hatte den Iran gedrängt, bis Ende 2009 einen von den Vereinten Nationen gebilligten Entwurf eines Abkommens über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen.

Laut Abkommen sollte das niedrig angereicherte iranische Uran (3,5 Prozent) in den beiden Ländern auf 20 Prozent gebracht werden, um letztlich als Brennstoff für einen Medizinreaktor in Teheran genutzt zu werden. Teheran besteht jedoch darauf, dass der Austausch gleichzeitig, in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgt. Das haben sowohl die Internationale Atomenergiebehörde IAEA als auch die Weltmächte abgelehnt und mit erneuten Sanktionen gedroht. Mottaki und der iranische Atomchef Ali-Akbar Salehi haben mehrmals betont, das islamische Land werde den Anreicherungsprozess auf 20 Prozent selbst ausführen, sollte die internationale Gemeinschaft die iranischen Bedingungen nicht akzeptieren.

dpa

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