Iran: Todesstrafe gegen Aschtiani angeblich aufgehoben

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Sakineh Mohammadi-Aschtiani

Teheran - Wegen Ehebruchs sollte die Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani gesteinigt werden. Nun wurde die Todesstrafe laut eines Parlamentsabgeordneten aufgehoben. Diese Meldung sorgt für Irritationen.

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Aschtiani: Doch keine Steinigung?

Im Fall der ursprünglich zum Tode durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani gibt es erneut irritierende Meldungen. Nach einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur ISNA vom Montag schrieb eine Abgeordnete in einem Brief an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, die Todesstrafe sei ausgesetzt worden. Nach Einschätzung von Beobachtern hat das Schreiben der eher unbekannten Abgeordneten Sohreh Elahian indes keine große Bedeutung, da jede Entwicklung im Fall Aschtiani von der Justiz verkündet wird.

Das Schreiben war an Rousseff gerichtet, weil sich die brasilianische Präsidentin, wie auch ihr Vorgänger Luiz Inacio Lula, für die Frau eingesetzt hat. Lula hatte Aschtiani sogar Asyl angeboten.

Die Iranerin war 2006 wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt wurde. Nach massiven Protesten des Auslands hieß es dann, sie werde nun nicht mehr wegen Ehebruchs verurteilt, was die Steinigung zur Folge hätte, sondern wegen Mitwirkung an der Ermordung ihres Mannes. Darauf steht im Iran der Tod durch den Strang.

dpa

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