Iranisches AKW Buschehr soll Ende August ans Netz gehen

+
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr soll Ende August ans Netz gehen.

Teheran - Das umstrittene iranische Atomkraftwerk Buschehr soll nach zahlreichen technischen Problemen Ende August angefahren werden und Strom liefern.

Alle Probleme seien behoben, die Anlage sicher, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna am Montag Außenminister Ali Akbar Salehi. Der 1000-Megawatt-Reaktor aus russischer Produktion sollte eigentlich längst am Netz sein. Der Start war aber immer wieder verschoben worden - angeblich aus technischen Gründen. Spekulationen reichen von den Spätfolgen eines Angriffs mit dem Computerwurm Stuxnet über ein normales technisches Problem bis hin zu Sabotage durch Russland, mit dessen Hilfe der Iran die Anlage baute.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal
Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

International steht der Iran im Verdacht, insgeheim Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran beteuert dagegen, ihr Atomprogramm nur zum friedlichen Zweck der Stromgewinnung zu verfolgen.

Das AKW Buschehr steht rund 1200 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran am Persischen Golf. Zuletzt waren die Brennstäbe komplett entfernt worden. Mit dem Wiedereinsetzen hatten russische Experten Anfang April begonnen.

Mit dem Bau der Anlage war vor mehr als 36 Jahren begonnen worden. Zunächst waren - noch zu Zeiten des Schahs - vor allem deutsche Ingenieure der Firma Siemens damit beschäftigt. 1995 beauftragte der Iran die russische Firma Atomstroiexport mit dem Weiterbau.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Erinnerung an Opfer der deutschen Teilung
Erinnerung an Opfer der deutschen Teilung
Test-Panne in Bayern: Bundesregierung begrüßt Aufarbeitung
Test-Panne in Bayern: Bundesregierung begrüßt Aufarbeitung
Menschenketten in Belarus gegen "letzten Diktator Europas"
Menschenketten in Belarus gegen "letzten Diktator Europas"
Streit um Mittelmeer-Erdgas spitzt sich zu
Streit um Mittelmeer-Erdgas spitzt sich zu

Kommentare