Israel gedenkt der Opfer des Holocaust

Jerusalem - Israel hat am Montag der sechs Millionen Opfer des Holocausts gedacht. Beim symbolischen Heulen der Luftschutzsirenen kam das öffentliche Leben für zwei Minuten zum Stillstand.

Lesen Sie auch:

Großes Lob von Nazi-Jäger Zuroff für Deutschland

Autofahrer hielten mitten auf der Straße an, um der in der NS-Zeit getöteten Juden zu gedenken. In Fernsehen und Hörfunk gab es keine Unterhaltungssendungen. Stattdessen beherrschten andächtige Musik und die Berichte Überlebender die Programme. Die Zeitung “Jediot Ahronot“ zeigte auf ihrer Titelseite das Schwarz-Weiß-Foto eines bärtigen jüdischen Polen, der in einen Gebetsschal gehüllt mit erhobenen Armen vor zwei deutschen Soldaten niederkniet, bevor er exekutiert wird. Bei dem Mann handelt es sich um den Großvater von Meir Dagan, dem Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad.

Dieser sagte der Zeitung: “Ich sehe dieses Bild jeden Tag und schwöre, dass sich so etwas nie wiederholen wird.“ 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es noch rund 207.000 Überlebende des Holocausts in Israel. Der Gedenktag wird nach dem jüdischen Kalender begangen, deswegen ergeben sich jedes Jahr Verschiebungen. US-Präsident Barack Obama erinnerte in einer Erklärung zum Holocaust-Gedenktag an “diejenigen, die die Gräuel erlitten“. Der Holocaust sei ein Aufruf an alle Völker, ihre Verpflichtung zu erneuern, Völkermord zu verhindern und “Antisemitismus und Vorurteilen in allen Formen“ entgegenzutreten.

dapd

Auch interessant

Meistgelesen

Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion