Bei Staatsanwaltschaft Mainz

Hunderte Privatpersonen zeigen Jan Böhmermann an

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Jan Böhmermann.

Mainz - Nicht nur Erdogan klagt an: Auch Privatpersonen haben viele Hundert Strafanzeigen gegen den TV-Satiriker Jan Böhmermann bei der Staatsanwaltschaft Mainz eingereicht.

Viele hundert Strafanzeigen sind bei der Staatsanwaltschaft in Mainz gegen ZDF-Satiriker Jan Böhmermann eingegangen. Das berichtet rp-online. "Die Zahl der Strafanzeigen bewegt sich geschätzt im oberen dreistelligen Bereich", sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller der Redaktion. Demnach liegen Vorwürfe von Privatpersonen, der türkischen Regierung und des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Böhmermann vor.

Ob es aber tatsächlich zu einem Verfahren gegen Böhmermann kommt, ist nach wie vor unklar. Die Staatsanwaltschaft will das erst entscheiden, nachdem sie den Satiriker selbst angehört hat. Danach werde vermutlich auch erst entschieden, ob "hinreichender Tatverdacht" besteht, wie rp-online weiter berichtet.

Jan Böhmermann hatte am 31. März sein so genanntes Schmähgedicht gegen Erdogan in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" vorgetragen. In diesem beschimpft er den türkischen Staatschef, machte das aber auch immer wieder klar. Seither hat sich der Satiriker nur noch vereinzelt öffentlich geäußert - er macht eine Fernsehpause. Das Ende seiner Radioshow "Sanft und Sorgfältig" mit Olli Schulz wurde bereits verkündet. Doch Fans dürfen sich womöglich freuen: Vielleicht wandern die beiden mit einem Podcast zu Spotify ab.

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