Japans Ministerpräsident stellt Kabinett vor

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Japans neuer Ministerpräsident Naoto Kan.

Tokio - Der neue japanische Ministerpräsident Naoto Kan setzt in seinem Kabinett auf eine Mischung aus erfahrenen Ministern und neuen Gesichtern. Er präsentierte die neue Regierung am Dienstag.

Sowohl der Außen- als auch der Verteidigungsminister bleiben im Amt, was von Beobachtern als Zeichen der Stabilität in unruhigen Zeiten gedeutet wird. Mit der ehemaligen Fernsehansagerin Renho berief Kan ein prominentes Ex-Model zur Ministerin für Verwaltungsreformen. Kan ist angetreten, um nach dem Rücktritt seines Vorgängers nach nur acht Monaten das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.

Yukio Hatoyama war über gebrochene Wahlversprechen und einen Skandal um die Finanzierung der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) gestürzt. Kan ist der sechste Ministerpräsident in nur vier Jahren. “Mit Frische und Professionalität wollen wir eine Regierung bilden, die sauber und verantwortlich ist“, sagte der neue Kabinettssekretär Yoshihito Sengoku. Die Beibehaltung des Außen- und des Verteidigungsministers wird als Zeichen gedeutet, angesichts der wachsenden Spannungen auf der benachbarten koreanischen Halbinsel für Stabilität zu sorgen.

Dort ist derzeit unklar, wie weit die Situation nach der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes eskalieren wird. Wichtig ist die Kontinuität auch für die Verhandlungen über die umstrittene Verlegung einer US-Militärbasis auf der Insel Okinawa. Der neue Finanzminister Yoshihiko Noda steht für eine Politik der Haushaltsdisziplin und gegen große öffentliche Ausgabenprogramme.

dapd

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