Botschaft gegen höheres Rentenalter

Jeder Vierte geht vorzeitig in Rente - trotz Abschlägen

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Ältere Besucher der Bundesgartenschau während einer Pause. Foto: Jens Wolf/Illustration

Berlin - Knapp jeder Vierte geht vorzeitig in Rente und nimmt dabei niedrigere Bezüge in Kauf.

Nach den jüngsten Zahlen gingen 2014 rund 197 000 Menschen mit Abschlägen in Altersrente, das entspricht einem Anteil von 23,9 Prozent an allen Arbeitnehmern, die in den Ruhestand wechselten, wie eine vom Bundestag veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann zeigt.

Versicherte entscheiden selbst, ob sie eine Regelaltersrente beziehen oder mit Abschlägen frühzeitig in Rente gehen. "Im Durchschnitt hatten diese Personen 23,47 Abschlagsmonate, was umgerechnet einem durchschnittlichen prozentualen Abschlag in Höhe von etwa 7 Prozent entspricht", schrieb das Sozialministerium. Das heißt, dass die Betreffenden im Schnitt knapp zwei Jahre vor Erreichen des Regelrentenalters in Rente gingen. Die "Thüringer Allgemeine" (Mittwoch) berichtete zuerst über die Antwort. 

Zimmermann wertete die Zahlen als Botschaft gegen ein höheres Rentenalter. "Die Menschen wollen so früh wie möglich in Rente gehen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben", sagte sie. "Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer derer groß, die trotz Erschöpfung weiter arbeiten, weil sie sich den Ausstieg aus dem Erwerbsleben nicht leisten können."

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