Nachfolger für Hillary Clinton

Wird John Kerry neuer US-Außenminister?

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Medienberichten zufolge soll John Kerry der neue US-Außenminister werden.

Washington - Er gilt nicht als erste Wahl: Dennoch hat sich US-Präsident Barack Obama Medienberichten zufolge für den demokratischen Senator John Kerry (69) als Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton entschieden.

Die offizielle Nominierung werde in der kommenden Woche erfolgen, berichteten die „Washington Post“ und der Sender CNN am Samstagabend (Ortszeit). Die eigentliche Favoritin Susan Rice (48) hatte nach wochenlangem Zwist mit den Republikanern aufgegeben. Als Kandidat für die Nachfolge von US-Verteidigungsminister Leon Panetta gilt der frühere republikanische Senator Chuck Hagel (66).

Nach unbestätigten Angaben haben die Republikaner ihre Unterstützung im Senat für die Personalien zugesichert. Aus einer ganzen Reihe von Gründen werde die Entscheidung jedoch noch nicht in den nächsten Tagen verkündet, meldete der Sender ABC. Zunächst stünden die nationale Trauer wegen des Schulmassakers in Connecticut sowie weitere Personalentscheidungen im Kabinett im Vordergrund.

Jahresrückblick: Das war 2012

2012: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

Januar: Vor der italienischen Insel Insel Giglio kentert das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. Bei der Havarie kommen 32 Menschen ums Leben, darunter 12 Deutsche. © dpa
Januar: Schlecker geht in die Insolvenz. Es folgen Monate des Hoffens und Bangens. Im Juni wird schließlich die Zerschlagung der Drogeriemarktkette beschlossen: Tausende Mitarbeiter verlieren ihren Job, in den Filialen beginnt der finale Ausverkauf. © dpa
Februar: Nach wochenlangem Hickhack und nicht verstummenden Vorwürfen erklärt Christian Wulff seinen Rücktritt als Bundespräsident in Schloss Bellevue. Er begründet den Schritt mit geschundenem Vertrauen. © dpa
März: Bei einem Busunglück in einem Schweizer Tunnel im Wallis sterben 28 Menschen, darunter 22 Kinder aus Belgien. Sie kamen von einem Ski-Ausflug zurück. © KANTONSPOLIZEI WALLIS/POLICE OF VALAIS/ap
März: Wladimir Putin wird zum Präsidenten Russlands gewählt. Er beerbt Dimitri Medwedjew. Nach Berichten der Opposition gab es bei der Abstimmung große Unregelmäßigkeiten. Viele Menschen gehen in Moskau gegen Putin auf die Straße. © dpa
März: Ein Serientäter tötet in der Region von Toulouse sieben Menschen. Er wird bei der Festnahme von einer Eliteeinheit erschossen. Motiv sollen die Auslandseinsätze der französischen Armee gewesen sein. Außerdem wollte er offenbar Rache für den Tod palästinensischer Kinder nehmen. © ap
März: Joachim Gauck wird als Bundespräsident vereidigt. Die Bundesversammlung hatte ihn mit großer Mehrheit gewählt. © dpa
April: Prozessauftakt gegen Anders Breivik. Der Massenmörder wird nach etlichen Verhandlungstagen im August zu 21 Jahren Haft plus Sicherheitsverwahrung verurteilt. Im Juli 2011 hatte er in Oslo und auf der norwegischen Insel Utoya 77 Menschen umgebracht. © ap
Mai: Francois Hollande geht aus der Wahl in Frankreich als Sieger hervor. Er löst Nicolas Sarkozy als Staatschef ab. © dpa
Mai: Dortmund gewinnt zum zweiten Mal in Folge die deutsche Fußball-Meisterschaft. Im Pokal hat der FC Bayern München ebenfalls das Nachsehen. Die Borussen siegen im Finale in Berlin mit 5:2. © dpa
Mai: Drei Tage nach der Schlappe bei der Landtagswahl in NRW muss CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen auch als Bundesumweltminister seinen Hut nehmen. Nachfolger wird Peter Altmaier. Ministerpräsidentin in NRW bleibt Hannelore Kraft von der SPD. © dpa
Juni: Husni Mubarak wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Dem früheren ägyptischen Staatschef wird vorgeworfen, Beihilfe zur Tötung von 800 Demonstranten während des Arabischen Frühlings geleistet zu haben. © dpa
Juni: Mario Balotelli verpasst der DFB-Elf mit einem Doppelpack den K.o. im EM-Halbfinale. Im Endspiel sieht Italien später kein Land. Spanien zerlegt die Squadra Azzurra. Endstand: 4:0. © dpa
Juni: Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert. Als ein türkischer Kampfjet abgeschossen wird, wird auch die Türkei immer tiefer in den Konflikt hineingezogen. © Ugarit News dpa /Symbolbild
Juli: Dieser Mann soll in Aurora im US-Bundesstaat Colorado bei der Premiere des neuen Batman-Films in einem Kino 12 Menschen erschossen und 38 verletzt haben. Das Motiv des Täters bleibt im Dunkeln. Möglicherweise handelte er aus Liebeskummer. © dpa
Juli: An einer Göttinger Klinik soll es zu Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen gekommen sein. Ärzte sollen Akten gefälscht haben, um einzelne Patienten zu bevorzugen. Im Laufe des Jahres kommen Verdachtsfälle an weiteren deutschen Krankenhäusern hinzu. © dpa
August: Der deutsche Ruder-Achter gewinnt in beeindruckender Weise Gold bei den Olympischen Spielen in London. Ebenso wird der Triumph der Hockey-Herren in Erinnerung bleiben. Im Medaillenspiegel landet Deutschland am Ende auf Platz sechs. Die Bilanz: 11 Mal Gold, 19 Mal Silber, 14 Mal Bronze. © dpa
August: Die drei Punkrockerinnen der Band Pussy Riot werden in Moskau zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Ihnen wird Rowdytum aus "religiösem Hass" vorgeworfen. Nur eine der Musikerinnen wird später begnadigt. © ap
September: Ein Schmähfilm über den Propheten Mohammed löst heftige Proteste in der islamischen Welt aus. Demonstranten stürmen westliche Botschaften, etwa im Sudan und in Libyen. Der amerikanische Botschafter Chris Stevens kommt dabei ums Leben. © dpa
Oktober: Felix Baumgartner springt in einer Höhe von rund 39 Kilometern aus einer Ballonkapsel. Nie zuvor hatte sich ein Fallschirmspringer dort hin gewagt. Er ist der erste Mensch, der im freien Fall die Schallmauer durchbricht. Der Österreicher übersteht die Aktion unverletzt. © AP Photo/Red Bull Stratos
Oktober: Hurrikan "Sandy" hinterlässt an der US-Ostküste eine Spur der Verwüstung. Weit über 100 Menschen sterben, 1,5 Millionen Haushalte sind ohne Strom. Der Schaden geht in die Milliarden. © dpa
November: Barack Obama wird als US-Präsident wiedergewählt. In seiner emotionalen Siegesrede macht er seiner Frau und seinen beiden Kindern eine Liebeserklärung. © ap

Ursprünglich galt UN-Botschafterin Rice als Obamas Wunschkandidatin für die Nachfolge Clintons. Rice hatte jedoch am vergangenen Donnerstag im Streit um ihre Informationspolitik nach einer Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi aufgegeben.

Der Personalwechsel in Obamas Kabinett kommt nicht überraschend. Panetta und Clinton kündigten schon vor der Wiederwahl des Präsidenten an, aus dem Amt ausscheiden zu wollen. Die Ehefrau des früheren US-Präsidenten Bill Clinton hatte kürzlich einen Schwindelanfall und sich beim Sturz eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Obama muss vor seiner zweiten Amtseinführung Ende Januar noch weitere Personalveränderungen im Kabinett stemmen. Er braucht einen neuen Finanzminister und nach dem jüngsten Rücktritt von David Petraeus auch einen neuen Chef beim Geheimdienst CIA.

Der mögliche neue Verteidigungsminister Hagel ist zurzeit einer von Obamas Topberatern in Geheimdienstfragen. Hagel war 2009 nach 12 Jahren im Senat, wo er unter anderem im Auswärtigen Ausschuss eine herausragende Rolle spielte, an die Spitze der Denkfabrik Atlantic Council gewechselt.

dpa

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