Jung zu Kundus: "alles richtig gelaufen"

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Der ehemalige Verteidigungsministr Franz Josef Jung muss vor dem Untersuchungsausschuss zum Bombardement in Kundus aussagen.

Berlin - Bei dem tödlichen Bombardement auf zwei Tanklaster in Kundus ist nach Aussage des ehemaligen Verteidigungsministers Franz Josef Jung “alles richtig gelaufen“.

Das sagte der CDU-Politiker dem “Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstagausgabe). Jung muss am Donnerstag vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss aussagen und will dabei eine etwa 45-minütige Erklärung abgeben. Mehr wolle er aus Respekt vor dem Gremium vorab nicht sagen, sagte er dem Blatt.

Chronik der Kundus-Affäre

Chronik der Kundus-Affäre

Jung war, damals als Bundesarbeitsminister, Ende November wegen der Kundus-Affäre zurückgetreten, nachdem ein neuer Bericht über den Ablauf und die Opfer bekanntgeworden war. Sein Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers, Karl-Theodor zu Guttenberg, hatte daraufhin seine ursprüngliche Einschätzung geändert, dass der Luftangriff “militärisch angemessen“ war.

 Die Opposition im Bundestag will auch wissen, welche Informationen Jung bei der Amtsübergabe an Guttenberg weitergereicht hat. Guttenberg selbst wird am 22. April angehört. Er hatte seinen Staatssekretär Peter Wichert und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan entlassen, weil sie ihm angeblich Informationen vorenthalten haben sollen. Wichert und Schneiderhan bestritten dies vor dem Ausschuss vergangene Woche.
DAPD

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